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APA-Artikel 17. März 2016

D: Opposition und Behindertenbeauftragte fordern mehr Barrierefreiheit

Die Opposition hat die Bundesregierung aufgerufen, sich mehr für die Belange von Behinderten einzusetzen. So forderte die Linken-Abgeordnete Katrin Werner am Donnerstag im Bundestag, auch die Wirtschaft müsse beim Thema Barrierefreiheit mehr in die Pflicht genommen werden. Selbst in den USA bestehe seit 1990 eine Verpflichtung der Privaten zur Barrierefreiheit. Und es sei der Wirtschaft dadurch kein Schaden entstanden.

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, verteidigte den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts als Schritt zu mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Bei der ersten Lesung im Bundestag verlangte sie gerade für geistig Behinderte eine leichtere Sprache im öffentlichen Raum. Behördensprache schließe viele Menschen aus.

Sie verwies auf die Schlichtungsstelle, die in ihrem Haus eingerichtet werden und zwischen Behindertenverbänden oder Einzelpersonen und etwa Behörden vermitteln solle, wenn es Mängel bei der Barrierefreiheit gebe.

Bentele, die blind ist, erzählte, dass sie vor kurzem in einem Hotel im Aufzug war und über die elektronische Tastatur nicht erkennen konnte, in welchem Stockwerk sie sei. An den Bundestag gewandt sagte sie: "Verpflichten Sie endlich auch Private zur Barrierefreiheit."

apa.at

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