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APA-Artikel 16. März 2016

Einigung auf neue Hausapotheken-Regelung

Die Koalition hat sich auf eine Neuregelung für die ärztlichen Hausapotheken verständigt. Wie Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in einer Pressekonferenz mit Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer sowie mit den Gesundheits- und den kommunalpolitischen Sprechern erläuterte, sollen damit 130 Hausapotheken gesichert werden. Ein Initiativantrag wird heute im Nationalrat eingebracht.

Konkret ist vorgesehen, dass in flächenmäßig großen Gemeinden, in denen jetzt schon eine Apotheke vorhanden ist, in Zukunft ein Arzt auch dann eine Hausapotheke betreiben darf, wenn die Apotheke mehr als sechs Kilometer entfernt ist. Davon betroffen sind etwa zehn bis 15 Gemeinden. Die zweite Neuerung betrifft die sogenannte Nachfolgeregelung. Für bestehende Hausapotheken von Ärzten gilt künftig, dass sei in einem Abstand von vier Kilometern zu einer öffentlichen Apotheke bestehen bleiben können. Bisher lag die Entfernung bei sechs Kilometern. Davon sollen rund 115 Hausapotheken profitieren.

Sowohl Oberhauser (SPÖ) als auch Mödlhammer (ÖVP) und die Gesundheitssprecher Erwin Rasinger (ÖVP) und Erwin Spindelberger (SPÖ) sowie die kommunalpolitischen Sprecher Marianne Gusenbauer-Jäger (SPÖ) und Hermann Gahr (ÖVP) betonten, dass diese Regelung nicht nur im Sinne der Hausärzte, sondern vor allem auch für die Patienten von Vorteil sei. Vor allem für ältere und nicht mehr so mobile Personen bedeute die Neuregelung eine bessere Gesundheitsversorgung und einen "Gewinn an Lebensqualität".

Oberhauser und Mödlhammer verwiesen ebenso wie die Parlamentarier darauf, dass es massive Problemen mit der ärztlichen Versorgung am Land gebe. Ein Grund dafür seien die Probleme bei der Fortführung der Hauapotheken. Für viele Ärzte sei das ein Grund für die Auflösung der Praxis. Es sei auch immer schwieriger, Kassenplanstellen am Land zu besetzen. Nach gut zehn Jahren führe man das Problem nun einer Lösung zu.

Die Gesundheitsministerin erläuterte, dass man das Problem der Hausapotheken nun vorgezogen habe. Weitere Lösungen würden folgen. Konkret gehe es um attraktivere Arbeitsbedingungen für Ärzte, um neue Formen der Zusammenarbeit und auch um neue Honorierungen, verwies Oberhauser auf die neue Primärversorgung. Über die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür wird derzeit verhandelt.

apa.at

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