zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 10. März 2016

Junge Mutter bemerkte Verwechslung ihres Babys am Grazer Uniklinikum

Zu einer Verwechslung zweier Neugeborener ist es vor wenigen Tagen am Grazer LKH-Uniklinikum gekommen. Die Vertauschung ist einer der beiden Mütter aufgefallen: Sie hatte ein Mädchen geboren, bekam aber einen Buben zum Stillen gereicht. Der Vorfall konnte aufgeklärt werden. Erst im Jänner wurde bekannt, dass es vor 25 Jahren an der Klinik eine mögliche Babyverwechslung gegeben haben könnte.

Eine Vertauschung von Babys sollte aufgrund der geltenden Vorsichtsmaßnahmen gar nicht möglich sein. Wie die "Kleine Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe berichtete, ist es trotz aller Vorkehrungen dazu gekommen. Das wurde am Donnerstag vonseiten der Pressestelle des LKH-Universitätsklinikums gegenüber der APA bestätigt.

Der aktuelle Irrtum wurde rasch bemerkt und das vertauschte Baby gefunden. Nun versucht man zu klären, wie die Verwechslung passieren konnte und wie weitere Fälle verhindert werden können. Eine offizielle Stellungnahme des Klinikums wurde für den Vormittag angekündigt.

Erst im heurigen Jänner war bekannt geworden, dass eine Steirerin vor 25 Jahren als Baby möglicherweise im Grazer LKH-Uniklinikum vertauscht worden war. Die Staatsanwaltschaft Graz ist seit April 2015 mit dem Fall befasst, hat das Verfahren aber "aus Beweiserwägung" eingestellt. Verunsicherten Frauen wurde daraufhin seitens des LKH Graz ein kostenloser DNA-Test angeboten. Rund 30 Frauen haben sich gemeldet, um eine genetische Verwandtschaft zur Mutter der vor 25 Jahren vertauschten Frau, bzw. zu dieser selbst auszuschließen. Eine entsprechende DNA-Übereinstimmung wurde bisher nicht gefunden.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben