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APA-Artikel 9. März 2016

Schweiz: Rotes Kreuz lanciert Spendenaufruf für Kampf gegen Zika-Virus

Das Rote Kreuz braucht mehr Mittel, um den vom Zika-Virus besonders betroffenen Ländern zu helfen. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat am Dienstag einen weltweiten Spendenaufruf für 9,3 Millionen Franken lanciert.

Bereits Anfang Februar hatte die IFRC um mehr als zwei Millionen Franken Spenden gebeten. Allerdings sind nur rund 400'000 Franken zusammengekommen; die IFRC holte zudem 200'000 Franken aus seinem Notfallfonds. "Es fehlt noch immer eine beträchtliche Summe", sagte die Chefin des Gesundheitsressorts der IFRC, Julie Lyn Hall, am Dienstag in Genf. Die Antworten der Regierungen seien allerdings "positiv" gewesen.

Sie begrüsste die Bemühungen der Gemeinschaften, Brutstätten der Zika-übertragenden Mücken, wie etwa Wasserpfützen, so weit möglich zu eliminieren. Die Zahl der Zika-Fälle und der Länder in denen diese auftreten nimmt aber immer noch zu. Die IFRC fordert deshalb eine Langzeitstrategie im Kampf gegen das Virus, welche auch für andere Infektionen angewendet werden kann.

Die IFRC verteilt unter anderem Pakete mit Mückenschutzmitteln, Moskitonetzen und Kondomen. Die Organisation will auch die Kommunikation über das Virus in der Öffentlichkeit verbessern sowie betroffenen Familien moralischen Beistand leisten. Zudem müsse kontrolliert werden, ob Blutspenden Zika-frei seien. Auch Helfer müssten passende Schutzkleidung erhalten.

Das Zika-Virus wird durch Mücken übertragen und grassiert derzeit vor allem in Brasilien. Es steht im Verdacht bei Babys im Mutterbauch eine Schädelfehlbildung auszulösen. Zudem wurde ein Zusammenhang mit der Nervenerkrankung Guillain-Barré-Syndrom sowie einer Rückenmark-Entzündung nachgewiesen.

apa.at

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