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APA-Artikel 9. März 2016

D: Doktorarbeiten in der Medizin - nur für "Türschild-Titel"?

Nicht erst seit dem Plagiatsverdacht gegen die 1990 verfasste Doktorarbeit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sind Medizin-Dissertationen im Gerede. Denn: Es gibt einfach so ungewöhnlich viele davon. Mediziner stellen laut Statistischem Bundesamt die größte Gruppe der Titelträger.

2014 bestanden rund 6300 Humanmediziner die Promotionsprüfung. Kaum jemand fällt durch. Etwa 70 Prozent der Medizinstudenten verlassen die Uni mit Doktorgrad - Kritikern zufolge ist er allzu oft nur ein wissenschaftlich fragwürdiger "Türschild-Titel", um sich bessere Karrierechancen als Arzt zu sichern.

Die Zahl der Doktorarbeiten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen - wie auch die Zahl der Studierenden. 2014 wurden etwa 28 000 erfolgreiche Promotionsprüfungen gezählt - vor zehn Jahren waren es rund 23 000.

Laut Hochschulrektorenkonferenz handelt es sich bei Doktorarbeiten in der Medizin meist um "studienbegleitende Doktorarbeiten, die nicht dem Standard der Arbeiten in anderen wissenschaftlichen Fächern entsprechen".

apa.at

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