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APA-Artikel 7. März 2016

Deutsche Kassenärzte wollen bessere Patientensteuerung

Die niedergelassenen Ärzte haben für eine bessere Steuerung der Gesundheitsversorgung von Patienten plädiert. Wichtig sei ein Ansprechpartner: Das könne sowohl der Haus- als auch ein Facharzt sein, machte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Freitag in Berlin am Rande einer Vertreterversammlung deutlich. Grundsätzlich müsse die freie Arztwahl für den Patienten erhalten bleiben.

Hier seien Steuerungskonzepte denkbar, die auch in Tarifmodellen abzubilden seien, argumentierte Gassen weiter. So sollten Patienten, die selbst über ihre Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen entscheiden wollten, die daraus resultierenden finanziellen Mehrbelastungen des Systems über Zusatzbeiträge auffangen. Dagegen müsste man bei angemessener Steuerung durch einen Haus- oder Facharzt bei den Krankenkassen über Beitragsrückerstattungen nachdenken.

Um solche Steuerungskonzepte bei den Patienten durchzusetzen, sei die Unterstützung der Politik nötig. Mit ihren Überlegungen zur besseren Steuerung der Versorgung wollten sich die niedergelassenen Ärzte auch vor der Bundestagswahl entsprechend positionieren.

Nach Gassens Worten ist die Kassenärztliche Bundesvereinigung derzeit dabei, die Konflikte und Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Diese Aufarbeitung geschehe im großen Konsens, versicherte Gassen.

apa.at

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