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APA-Artikel 4. März 2016

Zweites Wiener Primärversorgungszentrum beim SMZ Ost fix

Wien bekommt - nach dem Pionierprojekt in Mariahilf - ein zweites Primärversorgungszentrum (PHC) beim SMZ Ost. Nach einer äußerst langwierigen Suche hat sich nun ein entsprechendes Ärzteteam als Betreiber gefunden, bestätigte eine Sprecherin der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) am Freitag entsprechende Medienberichte. Der endgültige Zuschlag steht noch aus, der Start ist für Herbst geplant.

Den neuen Standort werden drei Allgemeinmediziner gemeinsam betreuen. Darüber hinaus sollen u.a. Sozialarbeiter, Physiotherapeuten und Pflegepersonal das Angebot ergänzen. Dank längerer Öffnungszeiten - vorgesehen sind 50 Stunden pro Woche, darunter auch an den Tagesrandzeiten - soll die Einrichtung die Spitalambulanzen entlasten.

Ursprünglich hätte das Projekt im 22. Bezirk bereits im Vorjahr eröffnen sollen. Der Plan scheiterte allerdings, da sich keine Bewerber gefunden haben - was nun doch noch gelungen ist. Die Kasse sieht die Gründe für das endenwollende Interesse einerseits darin, dass man sich bereits bei der Ausschreibung als Dreier-Team bewerben und damit ein gemeinsames wirtschaftliches Risiko eingehen musste und der Pilotversuch vorerst auf fünf Jahre begrenzt ist. Andererseits gebe es, da das PHC-Gesetz nach wie vor auf sich warten lasse, keine endgültige Rechtssicherheit bzw. finanzielle Sicherheit über den Versuchszeitraum hinaus, wie man bei der WGKK zu bedenken gibt.

Laut Krankenkasse sind zwei mittelfristig zwei weitere PHC-Standorte in Wien geplant. Diesbezügliche Ausschreibungen gibt es aber noch nicht.

apa.at

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