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APA-Artikel 3. März 2016

Deutsche Krankenkassen verlangen Reform des Finanzausgleichs

Eine Gruppe von Krankenkassen hat eine Reform des Finanzsystems in der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert. Der Risikostrukturausgleich (RSA), der besondere Belastungen einzelner Kassen durch Versicherte mit schweren und teuren Krankheiten ausgleichen soll, führe in seiner jetzigen Ausgestaltung zu Schieflagen im Gesundheitssystem, erklärten Vertreter dieser Kassen am Donnerstag in Berlin. Es gibt seit längerem vor allem bei Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen Unmut über diesen Verteilmechanismus. Besonders die AOKen würden davon profitieren, hieß es wiederholt.

Am Donnerstag hat sich nun eine kassenartenübergreifende RSA Allianz von zwölf Kassen zusammengeschlossen, die auf eine Reform des Risikostrukturausgleichs und damit auf eine fairere Wettbewerbssituation dringen. Darunter sind Innungs-, Betriebs- und Ersatzkassen.

Sie legten zudem ein Gutachten vor, wonach bestimmte, für die finanzielle Zuweisung wichtige Faktoren (Hilfsgrößen) geändert werden sollten. Die Umsetzung dieser Vorstellungen würde für die AOKen eine Reduzierung der Zuweisungen von 100 Millionen Euro bedeuten, hieß es bei der Vorstellung.

Offen ist, ob sich das Bundesgesundheitsministerium eineinhalb Jahre vor der Bundestagswahl noch an eine solch heikle Reform macht. Der Vorstoß der Kassen dürfte wohl eher als Positionierung für die kommende Legislaturperiode verstanden werden.

apa.at

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