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APA-Artikel 1. März 2016

Pensionen - Lob von Sozialpartnern

Lob hat die Regierung am Dienstag von den Sozialpartnern für ihre beim Pensionsgipfel vereinbarten Maßnahmen bekommen. Sowohl ÖGB und Arbeiterkammer als auch die Wirtschaftskammer zeigten sich zufrieden. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) begrüßten die Pläne für Frauen und zur Wiedereingliederung von Langzeit-Kranken in den Beruf.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl sieht "viele kleine Schritte in die richtige Richtung. Das ist anzuerkennen." Klar ist für ihn aber auch, "dass es mit diesem Pensionspaket nicht getan ist. Zur langfristigen Sicherung des Pensionssystems sind größere Strukturreformen notwendig, sonst ist die langfristige Finanzierbarkeit des Systems gefährdet", meinte Leitl in einer Aussendung.

Für ÖGB-Präsident Erich Foglar ist diesmal eine Reform gelungen, die nicht aus Kürzungen besteht. "Bessere soziale Absicherung für diejenigen, die 30 Jahre gearbeitet haben und trotzdem auf die Mindestpension angewiesen sind, und stärkere Anreize zum Weiterarbeiten für Frauen, die mit über 60 Jahren noch einen Arbeitsplatz haben", sind für Fogler die wesentlichen Punkte.

Ein "beachtliches Ergebnis" konstatierte AK-Präsident Rudolf Kaske. Es werde konsequent ein guter Weg fortgesetzt und an den richtigen Stellschrauben gedreht: Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters, Verbesserungen speziell für Frauen und Vermeidung von Altersarmut und ein gemeinsames Bekenntnis der Regierungsparteien, dass die Reformen greifen und in dieser Legislaturperiode keine weiteren Reformen mehr notwendig seien, meinte Kaske.

Seniorenrats-Präsident Karl Blecha (SPÖ) meinte, dass alle "Zerstörungsanschläge und Kürzungspläne" abgewehrt worden sein. Seiner Auffassung nach liegt es jetzt an der Wirtschaft, Menschen, die länger arbeiten wollen, dies auch zu ermöglichen.

Für Gesundheitsministerin Oberhauser ist aus gesundheitspolitischer Sicht das Modell zur Wiedereingliederung nach langem Krankenstand "besonders begrüßenswert". Zu der Fülle an Maßnahmen, um den Grundsatz "Rehabilitation vor Pension" zu forcieren und das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben, werde auch das Gesundheitsministerium einen entscheidenden Teil beitragen.

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) freute sich über die Ausweitung des Pensionssplittings und die verbesserte Anrechnung der Kindererziehungszeiten. Damit habe man "die Interessen der Familien mit Kindern bei diesem Pensionsgipfel durchsetzen" können.

apa.at

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