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APA-Artikel 1. März 2016

Salzburger Landeskliniken haben ihren Investitionsplan überarbeitet

Das Land Salzburg wird in den nächsten zehn Jahren rund 250 Mio. Euro in Neubauten und Modernisierungen bei den Landeskliniken investieren. Das kündigten Spitalsreferent LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) und der Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken (SALK), Paul Sungler, am Dienstag bei einem Pressegespräch an. Damit hat das Land gegenüber ursprünglichen Plänen kräftig abgespeckt.

Der vor rund zehn Jahren erstellte Masterplan 2020 hatte ein Investitionsvolumen von 600 Mio. Euro vorgesehen. "Das war schlichtweg unfinanzierbar", nannte Stöckl einen der Gründe, warum der Plan neu überarbeitet wurde. Nun habe man ein finanzierbares Konzept, das auch auf die rasante Weiterentwicklung der Medizin und die regionale Spitalslandschaft Bedacht nehme.

Das neue Laborgebäude, an dem schon gebaut wird, werde durch geringere Personal- und Energiekosten sowie Synergien eine Einsparung von 1,2 Mio. Euro pro Jahr bringen, sagte Sungler. Das Haus mit einem Investitionsvolumen von 42,3 Mio. Euro soll bis 2018 fertiggestellt sein. Auf der Prioritätenliste ganz oben steht die Zusammenlegung der onkologischen Stationen der Inneren Medizin 3 von derzeit vier auf nur noch zwei Standorte. Die Kosten dafür betragen 13,8 Mio. Euro.

Dringender Handlungsbedarf sei im Bereich der Radiotherapie und Radio-Onkologie sowie der Universitätsklinik für Nuklearmedizin und Endokrinologie gegeben, sagte Sungler. Die bestehenden Zimmer seien nicht mehr zeitgemäß, außerdem gebe es zu wenig Platz. Die Dialyse-Station der Landeskliniken wird vergrößert, kündigte der SALK-Geschäftsführer an.

Ein Großvorhaben ist der Neubau des sogenannten Hauses B, das die Universitätskliniken für Dermatologie, Herzchirurgie, Innere Medizin 1 und 2, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Urologie beherbergen wird. "Wir haben derzeit 14 verschiedene Standorte für chirurgische Leistungen", sagte Sungler. Die Zusammenlegung auf drei Standorte bringe erhebliche Einsparungseffekte, ist er überzeugt. Der Neubau wird mit rund 150 Mio. Euro veranschlagt und soll bis 2025 fertig sein.

Eine Generalsanierung steht auch im Krankenhaus Tamsweg an. Das Land wird in dieses Spital 23 Mio. Euro investieren. Wie notwendig die Sanierung ist, zeigt ein Beispiel: "Wir hatten in diesem Spital 14 Rohrbrüche in einem Jahr", berichtete Sungler.

apa.at

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