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APA-Artikel 26. Februar 2016

Genfer Gynäkologen warnen vor Ärzteflut im Sommer

Das Ende des Zulassungsstopps für Ärzte in der Schweiz im kommenden Juli beunruhigt die Genfer Gynäkologen und Geburtshelfer. Sie warnten am Freitag in Inseraten in der Westschweizer Presse vor einer Ärzteschwemme und deshalb steigenden Gesundheitskosten.

Die Ablehnung des Zulassungsstopps des Nationalrates in der Wintersession bezeichnet der Berufsverband der Genfer Gynäkologen und Geburtshelfer ohne Umschweife als "beschämend". Ab Juli werde es deshalb zu einer Ärzteschwemme kommen in einem Markt, der vor allem in den grossen Städten bereits gesättigt sei.

Die Frauenärzte befürchten neben den steigenden Kosten auch Qualitätseinbussen, weil ausländische Ärzte nicht nach Schweizer Standards ausgebildet worden seien. In Genf beginne sich dieses Phänomen in den neu geschaffenen Gesundheitszentren in den Quartieren bereits abzuzeichnen. So würden oft Ärzte ohne das Schweizer Zertifikat FMH eingestellt.

Ob der seit 2001 geltende Zulassungsstopp nicht noch in letzter Minute doch verlängert könnte, ist auf nationaler Ebene noch offen. Ende Januar sprach sich die Gesundheitskommission des Nationalrates für eine Verlängerung des Zulassungsstopps um drei Jahre aus.

apa.at

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