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APA-Artikel 18. Februar 2016

Causa Rainer - Wechselberger sieht "kein Doppelspiel" der Ärztekammer

Artur Wechselberger, Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK), hat am Donnerstag die Position der Standesvertretung in der Causa Rainer verteidigt - die Vorbehalte gegen den Gewerkschaftsstatus von Asklepios hatte und nun deren Obmann Gernot Rainer im Konflikt mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) unterstützt. Dies sei "kein Doppelspiel", hielt Wechselberger fest.

Schließlich gehe es dabei um zwei unterschiedliche Dinge, so der Tenor des ÖAK-Präsidenten in einer Aussendung. Der Gewerkschaftsstatus und somit die Kollektivvertragsfähigkeit sei u.a. dann anzuerkennen, "wenn ein größerer fachlicher und räumlicher Wirkungsbereich und damit eine maßgebende wirtschaftliche Bedeutung einer Organisation" gegeben sei. Asklepios erfülle diese Voraussetzung nicht, da von rund 1.800 Mitgliedern für lediglich 59 ein Kollektivvertrag abgeschlossen werde könne. Dies sei nicht repräsentativ, um die Anliegen von rund 28.000 angestellten Medizinern darzustellen, was die Kammer in ihrer Stellungnahme an das Bundeseinigungsamt auch angemerkt habe.

Etwas ganz anderes sei die Solidarität mit einem Kollegen, der sich für seinen Berufsstand einsetze und dafür mit Repressalien durch den Arbeitgeber bedacht werde, betonte Wechselberger: "Es ist wohl selbstverständlich, sich mit allen demokratischen Mitteln dagegen zur Wehr zu setzen. Es muss sichergestellt sein, dass Ärztevertretern aus ihrer Funktion keine Nachteile erwachsen."

apa.at

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