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APA-Artikel 4. Februar 2016

Grippewelle - Kammer bittet Wiens Kinderärzte um Wochenend-Ordination

Nach dem Ambulanzansturm am vergangenen Wochenende, der zu stundenlangen Wartezeiten im Donauspital geführt hat, bittet die Wiener Ärztekammer nun einige Kinderärzte, für die Dauer der Grippewelle ihre Ordination auch am Wochenende zu öffnen. Auch der Ärztefunkdienst - erreichbar unter der Telefonnummer 141 - sei am Wochenende verstärkt im Einsatz.

Kammer-Vizepräsident Johannes Steinhart ortet hinter den langen Wartezeiten ein strukturelles Problem. "Die Patienten werden an den Wochenenden geradezu in die Ambulanzen gedrängt, weil den Kinderarztordinationen mit Kassenvertrag unglaubliche bürokratische Steine in den Weg gelegt werden", so seine Analyse.

Grundsätzlich sieht Steinhart dringenden Handlungsbedarf im niedergelassenen Bereich. Es brauche nicht nur 300 zusätzliche Kassenplanstellen, sondern auch flexiblere Angebote, besonders in der kinderärztlichen Versorgung. Beispielsweise sei es derzeit wegen der strengen Vertretungsbestimmungen selbst in Notsituationen nicht zulässig, zu zweit mit einem Kollegen gemeinsam zu arbeiten. Vertretungen seien lediglich im Urlaubs- oder Krankheitsfall gestattet, kritisierte er bürokratische Hürden, die endlich beseitigt gehörten.

apa.at

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