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APA-Artikel 4. Februar 2016

Neu geschaffene Neurologie in Eisenstädter Spital sehr gut gestartet

Im Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder gibt es seit einigen Wochen zwei neue Stationen. Am 1. November wurde die Palliativstation, einen Monat später die Abteilung für Neurologie in Betrieb genommen. Am Donnerstag fiel eine erste Bilanz positiv aus. Die Neurologie sei etwa mit 73 Patienten mit akutem Schlaganfall sehr gut gestartet, hieß es bei einer Pressekonferenz.

In den ersten beiden Monaten seien insgesamt 162 Patienten an der Abteilung für Neurologie behandelt worden. 73 davon wurden mit akutem Schlaganfall auf der speziellen Schlaganfallstation, der Stroke-Unit, die mit vier Betten ausgestattet ist, behandelt. "Mit der Stroke-Unit gewährleisten wir die Akutversorgung neurologischer Notfälle der Region derzeit bereits uneingeschränkt", berichtete Abteilungsvorstand Primar Dimitre Stakov. Insgesamt sind derzeit 25 Betten in der gesamten Abteilung in Betrieb. Weitere 15 Betten sollen nach Vervollständigung des Ärzteteams im heurigen Jahr noch folgen.

Die Palliativstation, die für zehn Betten konzipiert ist, ist aktuell mit fünf Betten ausgestattet. Zwei Drittel der insgesamt bisher 21 stationär aufgenommenen Personen (von 1. November bis 31. Jänner, Anm.) konnten wieder entlassen werden. Ein Drittel ist während des Aufenthalts gestorben. "In besonders schwierigen Situationen, wie in der Palliativmedizin, fangen wir die Menschen auf, nehmen sie in unserer 'Familie' auf, spenden Trost, lindern Schmerz und geben Hoffnung für die Zeit nach dem Tod", erläuterte Provinzial Frater Joachim Macejovsky.

Behandelt werden überwiegend an Krebs erkrankte Personen, die das palliative Angebot in unserem Haus in Anspruch nehmen. "Gerade die Entwicklung der Patientenzahlen im onkologischen Bereich bestätigt den Bedarf an einer stationären Form palliativer Betreuung", schilderte der Ärztliche Leiter, Andreas Püspök. "Die Arbeit an der Palliativstation ist sehr speziell, denn wir können uns noch intensiver und individueller um die Patientinnen und Patienten kümmern", so der Primar. "Auch die Angehörigen können wir viel stärker miteinbeziehen, als es im normalen Krankenhausalltag möglich ist. Wenn eine Entlassung in das häusliche Umfeld nicht mehr umsetzbar ist, was das Hauptziel der Station ist, werden Patienten auch in der Sterbephase würdevoll begleitet", sagte der Ärztliche Leiter.

"Mit der Inbetriebnahme der Abteilung für Neurologie und der Palliativstation konnte das Leistungsangebot im Interesse der Patientinnen und Patienten weiterentwickelt und die Versorgung optimiert werden", so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) bei der Besichtigung. Auch Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) hob die Bedeutung der neuen Stationen hervor. Das Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sei ein zentraler und starker Partner in der Gesundheitsversorgung des Landes.

apa.at

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