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APA-Artikel 1. Februar 2016

NRW-Ministerium: Gesundheitskarte für Flüchtlinge läuft gut an

Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge ist in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums gut angelaufen. Bereits wenige Monate nach dem Start des Angebots hätten sich 19 Kommunen "ganz offiziell" für die eGK entschieden, sagte ein Ministeriumssprecher auf dpa-Anfrage in Düsseldorf. Damit "erhält bereits jeder sechste Flüchtling in Nordrhein-Westfalen eine Gesundheitskarte." Der Städte- und Gemeindebund hatte dagegen vor einigen Tagen kritisiert, es gebe "kaum Akzeptanz" in den Kommunen.

NRW hatte im vergangenen August als erstes Flächenland den Weg frei gemacht für die Karte. Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hatte dazu eine Vereinbarung mit Krankenkassen getroffen, um Flüchtlingen einen direkten Arztbesuch ohne Umweg über das Sozialamt zu ermöglichen und auch, um die Städte zu entlasten. Als erstes starteten zu Jahresbeginn unter anderem Bonn und Bochum. Städte wie Oberhausen oder Düsseldorf wollen demnächst folgen. Man rechne auch damit, dass weitere Kommunen aufspringen werden.

In NRW gibt es knapp 400 Kommunen. "Letztlich muss jede Kommune für sich selbst Kosten und Nutzen der Gesundheitskarte abwägen", sagte der Ministeriumssprecher. Mit Blick auf die Erfahrungen in Hamburg und Bremen sagte der Sprecher: "Wir gehen auch für NRW beim Einsatz der Gesundheitskarte nicht von einem generellen Anstieg der Leistungsausgaben aus." Kommunen mit eGK profitierten "von Rabattvereinbarungen und anderen Instrumenten der gesetzlichen Krankenversicherung". Wie die Kosten sich mit der eGK bisher konkret entwickelten, sei aber noch nicht messbar.

apa.at

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