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APA-Artikel 25. Jänner 2016

D: Ärztetag stärkt Bundesärztekammer Rücken für Honorar-Verhandlungen

Die Verhandlungen über höhere Ärzte-Honorare für die Behandlung von Privat-Patienten haben eine wichtige Hürde genommen. Ein außerordentlicher Deutscher Ärztetag gab am Samstag in Berlin der Bundesärztekammer (BÄK) grünes Licht für weitere Verhandlungen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der staatlichen Beihilfe für Beamte, Soldaten und Richter über eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Der Sonderärztetag wurde einberufen, weil es innerhalb der Ärzteschaft erheblichen Streit über einen Entwurf zum bisherigen Verhandlungstand gibt. Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist seit mehr als 30 Jahren nicht mehr umfassend an den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft angepasst worden. Dies hat dazu geführt, dass ärztliche Leistungen für Privat-Patienten nach einem Behelfssystem (Analogziffern) abgerechnet wurden.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) machte eine Einigung zwischen den verhandelnden Parteien zur Voraussetzung für eine neue Verordnung noch in dieser Legislaturperiode. Die Verordnung wird nach Zustimmung des Bundesrates vom Bundesgesundheitsministerium verabschiedet.

Besonders heftiger Streit hatte sich am Vorschlag einer gemeinsamen Kommission von Ärzten, PKV, Beihilfe und Gesundheitsministerium entzündet, die die Gebührenordnung regelmäßig an moderne Gegebenheiten anpassen soll. Etliche Redner des Ärztetages sahen hier die Eigenständigkeit der Ärzte gefährdet. BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery sagte, der Entwurf spiegele den aktuellen Stand der Wissenschaft wider und berücksichtigt dabei die Kostenentwicklungen.

apa.at

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