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APA-Artikel 18. Jänner 2016

Nach Spritzenverwechslung im Grazer LKH: Drei Personen angeklagt

Zwei Jahre nach dem Tod eines steirischen Unternehmers im LKH Graz sind nun drei Personen angeklagt worden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Bacher am Montag auf APA-Anfrage. Der Patient soll nach der Verabreichung einer falschen Spritze gestorben sein. Er war wegen einer ambulanten Chemotherapie im Krankenhaus.

Der fatale Irrtum soll im Dezember 2013 passiert sein. Damals war der Unternehmer wegen einer Leukämieerkrankung in Behandlung. Er sollte an diesem Tag zwei Substanzen erhalten. Eine Ärztin dürfte die Spritze, die für die Vene vorgesehen war, ins Rückenmark verabreicht haben. Der Mann fiel ins Koma und starb kurz vor Weihnachten.

Die Anklage stützt sich unter anderem auf die Gutachten des Krebsspezialisten Thomas Kühr und des Neurologen Hans-Peter Haring. Angeblich sei der Fehler vermeidbar gewesen, wenn das Medikament nicht als Spritze, sondern als Infusion verabreicht worden wäre.

apa.at

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