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APA-Artikel 18. Jänner 2016

Kanton Zürich will Konkordat zur Facharztweiterbildung beitreten

Der Kanton Zürich will sich an der interkantonalen Vereinbarung zur Weiterbildung von Assistenzärztinnen und -ärzten in den Spitälern beteiligen. Ein Beitritt zum Konkordat war im Kantonsparlament am Montag unbestritten. Kommt die Vereinbarung zustande, wird Zürich für seinen überproportionalen Einsatz in der Facharztweiterbildung entschädigt.

Seit 2012 gilt in der Schweiz eine neue Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen. Darin nicht enthalten sind die Kosten, die den Spitälern für die Weiterbildung von Assistenzärzten zu Fachärzten entstehen. Die Kantone unterstützen die Spitäler bisher in sehr unterschiedlichem Ausmass bei den ungedeckten Weiterbildungskosten.

Die Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) setzte deshalb in der interkantonalen Vereinbarung einen einheitlichen Mindeststandard fest. Mindestens 15'000 Franken sollen die Kantone für jeden Assistenzarzt an die Spitäler überweisen. Gleichzeitig soll ein Ausgleich der unterschiedlichen finanziellen Belastungen unter den Kantonen erzielt werden.

Im Zürcher Kantonsrat war der Beitritt zur Vereinbarung am Montag unbestritten. Die Regelung bringe mehr Planungssicherheit für die Spitäler, war man sich quer durch alle Parteien einig. Der Kanton Zürich bilde überdurchschnittlich viel Assistenzärztinnen und -ärzte aus und trage diese Kosten. Dafür solle er entschädigt werden.

Die Vereinbarung kommt zustande, wenn sich ihr mindestens 18 Kantone angeschlossen haben. Zürich würde in diesem Fall als Universitätskanton wegen seines überproportionalen Einsatzes in der Facharztweiterbildung rund 2 Millionen Franken erhalten.

Am meisten bezahlen müsste gemäss der von der GDK im Internet publizierten Zahlen der Kanton Aargau. Bisher haben fünf Kantone die Vereinbarung ratifiziert. Es sind dies Graubünden, Basel-Stadt, St. Gallen, Thurgau und Waadt.

apa.at

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