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APA-Artikel 4. Jänner 2016

Burka-Verbot in lombardischen Krankenhäusern

In den Krankenhäusern der norditalienischen Region Lombardei sind Anti-Burka-Plakate aufgestellt worden. Darauf wird auf Englisch, Französisch und Arabisch informiert, dass vermummte Personen aus Sicherheitsgründen nicht das Krankenhaus betreten dürfen.

Die Aufstellung der Plakate ist eine Folge des von der Region Lombardei beschlossenen Verbots, vermummten Personen den Zugang zu regionalen Einrichtungen und Ämtern, darunter auch Krankenhäusern, zu gewähren. Das Verbot, das in erster Linie auf vollverschleierte muslimische Frauen abzielt, wurde im Dezember von dem Regionalparlament in Mailand beschlossen, in dem eine Mitte-rechts-Allianz dominiert.

"Mehrere muslimische Frauen bringen bei uns ihre Kinder zur Welt. Wir haben mit verschleierten Frauen bisher noch nie Probleme gehabt", berichtete der Leiter der Mailänder Poliklinik Basilio Tiso. Die Poliklinik stellte wie andere Krankenhäuser der Region die Anti-Burka-Plakate auf.

Die rechtspopulistische Oppositionspartei Lega Nord hat zuletzt mit ihrer Forderung, dass vollverschleierte Frauen von der Polizei auf der Straße kontrolliert werden sollen, für heftige Debatten in Italien gesorgt. Die Burka widerspreche den westlichen Werten und angesichts der Terrorgefahr müsse kontrolliert werden, wer unter einem Schleier stecke, argumentiert die ausländerfeindliche Partei.

apa.at

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