zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 28. Dezember 2015

Volle Berufung gegen Betrugsurteil über Linzer Ex-Primar

Die Verurteilung eines Ex-Primars eines Linzer Krankenhauses wegen schweren und gewerbsmäßigen Betrugs zu 26 Monaten Haft am vergangenen Mittwoch wird beeinsprucht. Die Staatsanwaltschaft meldete volle Berufung an, wie das Landesgericht am Montag auf APA-Anfrage mitteilte. Der Verteidiger hatte dies ebenfalls angekündigt. Das Urteil ist somit weiterhin nicht rechtskräftig.

Die Anklage warf dem 59-Jährigen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Privatpatienten-Honoraren auf Kosten seiner Mitarbeiter vor. Der Schaden soll laut Staatsanwaltschaft mindestens 700.000 Euro betragen, das Gericht bezifferte ihn im Urteil mit mehr als 450.000. Der Mediziner hatte die Vorwürfe bestritten.

Die Staatsanwaltschaft, die zunächst keine Erklärung abgegeben hatte, hat inzwischen Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. Der Angeklagte erbat sich drei Tage Bedenkzeit, die Frist lief noch Montag Mitternacht. Allerdings hat sein Anwalt gleich nach der Verkündung des Urteils angekündigt, er werde seinem Mandanten raten, Rechtsmittel dagegen zu ergreifen.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben