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APA-Artikel 28. Dezember 2015

25 Menschen starben bei Klinikbrand in Saudi-Arabien

Die hohe Zahl von 25 Toten bei einem Feuer in einem saudischen Krankenhaus geht nach Medienberichten auf mangelhaften Brandschutz und schlechte Notfall-Vorsorge zurück. Die arabische Tageszeitung "Al-Hayat" meldete am Freitag, es habe Probleme bei der Evakuierung der Klinik und mit den Notausgängen gegeben - etwa eine versperrte Tür. Ein Behördensprecher wies die Vorwürfe zurück.

Bei dem Unglück am Donnerstag wurden dem saudischen Gesundheitsministerium zufolge zudem 123 Menschen verletzt. Die eigentliche Brandursache blieb bis Sonntag offen.

Ein Reporter des Nachrichtenkanals Al-Arabija hatte unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass ein Notausgang mit einer Kette verschlossen gewesen sei. Nach Angaben von Angestellten sei die Klinik vom Zivilschutz mehrfach gewarnt worden, dass die Feuerschutzmaßnahmen unzureichend seien.

Der nächtliche Brand war am frühen Donnerstag im ersten Stockwerk einer Klinik der Stadt Dschasan im Südwesten des Königreichs ausgebrochen. Dort seien unter anderem die Intensiv-, die Geburts- und die Frühchenstation untergebracht. Laut dem Gesundheitsministerium konnten alle Kinder aus dem ersten Stock gerettet werden. Eine Patientin der Intensivstation sei jedoch ums Leben gekommen.

Die meisten Menschen starben offiziellen Angaben zufolge, weil sie Rauch eingeatmet hatten. Der Generaldirektor der lokalen Gesundheitsbehörde, Ahmed al-Sahli, wies den Vorwurf zurück, die Sicherheitsstandards hätten nicht ausgereicht. "Der Feueralarm hat funktioniert, und alle Patienten haben ihn gehört", sagte er in einem Interview mit dem Sender Al-Arabija. Auch alle Notausgänge seien offen gewesen.

Saudi-Arabien hat in diesem Jahr mehrere schwere Unglücke erlebt. Bei einer Massenpanik während der Pilgerfahrt nach Mekka kamen im September Hunderte ums Leben. Offizielle Stellen berichteten von 769 Toten. Eine Zählung der Deutschen Presse-Agentur ergab jedoch, dass bei dem Unglück mehr als 1.800 Menschen getötet wurden, darunter viele Iraner. Kurz zuvor waren in Mekka mehr als 100 Menschen getötet worden, als ein riesiger Kran auf einen Teil der Großen Moschee stürzte.

apa.at

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