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APA-Artikel 22. Dezember 2015

Ärzteausbildung: Lehrpraxen-Finanzierung wird langsam

Allgemeinmediziner sollen künftig nicht nur in Spitälern, sondern auch in Lehrpraxen ausgebildet werden. Das wird laut Gesundheitsministerium jährlich rund zehn Mio. Euro kosten. Über die Aufteilung wird seit längerem verhandelt, und langsam kommt Bewegung in die Sache: Nach der Zusage der Länder, 30 Prozent zu übernehmen, bekundete nun die Sozialversicherung ihre prinzipielle Bereitschaft.

Auf einen Anteil legte sich der Vorsitzende des Krankenversicherungsausschusses im Hauptverband und Obmann der OÖGKK, Albert Maringer, am Dienstag aber noch nicht fest - weder in einer Aussendung noch im Ö1-"Morgenjournal". Er will von Bund und Ärztekammer wissen, wie viel sie zahlen.

Der Bund beteilige sich schon jetzt an den Kosten für Lehrpraxen und werde das, was er derzeit zahlt, auch in Zukunft leisten, ließ sich aber seitens des Bundes auch Gesundheitsministeriums-Sektionschef Clemens Martin Auer nicht in die Karten schauen. Er forderte die Ärztekammer im "Morgenjournal" zu einem Beitrag auf, würden die Jungärzte in den Praxen doch auch Arbeit leisten.

Die einzigen, die sich bisher im Detail festgelegt haben, sind die Bundesländer. Ende November haben die Gesundheitsreferenten bei einer Konferenz in Bad Hall beschlossen, 30 Prozent der Kosten für die Lehrpraxen zu übernehmen, um den Bund zu entlasten. Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) hoffte, damit "die Blockade bei diesem Thema" aufzulösen. Auer würdigte dies - wie auch die grundsätzliche Festlegung der Sozialversicherung - als "riesigen Schritt nach vorne".

Ziel ist laut Maringer, spätestens am 30. Juni 2016 die Vereinbarung mit der Ärztekammer abzuschließen. Dann könnten 2018 die ersten Jungärzte ihre - mit der neugeregelten Ärzteausbildung vorgeschriebenen - sechs Monate Lehrpraxis bei einem niedergelassenen Arzt antreten.

apa.at

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