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APA-Artikel 17. Dezember 2015

Grazer LKH-Uniklinikum: Personelle Herausforderungen und Bauaufgaben

Am LKH-Universitätsklinikum in Graz und damit dem größten Landeskrankenhaus der Steiermark wurden im zu Ende gehenden Jahr rund 485.000 Patienten behandelt. Etwa 80.000 Personen wurden stationär, weitere rund 405.000 ambulant versorgt. Betriebsdirektor Gebhard Falzberger zeigte sich am Donnerstag glücklich über die Verlängerung des Kooperationsvertrages mit der Med-Uni Graz bis zum Jahr 2020.

Als zentrales Versorgungsereignis am LKH-Uniklinikum führte der ärztliche Direktor Gernot Brunner die Amokfahrt im Juni des Jahres mit mehr als 30 Verletzten an: "Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Bauchweh, als wir im Krisenstab zusammengetroffen sind. Was ich dann aber sah, war hohe Professionalität, Ruhe und Menschlichkeit - es war beeindruckend. Die Versorgung hat perfekt funktioniert", so Brunner rückblickend.

Das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte wie auch die neue Ärzteausbildungsordnung hätten die Anstaltsleitung im laufenden Jahr vor große Herausforderungen gestellt, schilderte Falzberger. Österreich habe zur Umsetzung der EU-Richtlinie "eines der härtesten Gesetze" gemacht. "Das wird uns noch einige Jahre beschäftigen", so der Betriebsdirektor. "Mit einem wirklich gutem Schulterschluss zwischen dem Klinikum Graz und Med-Uni Graz ist es uns gelungen, die Versorgungsstruktur zu erhalten", so Brunner, der auch auf die unter dem Begriff "Opt-Out" verhandelte freiwillige Verlängerung der Wochenarbeitszeit der Spitalsärzte auf maximal 60 Stunden verwies.

Nach intensiven Verhandlungen haben die Med-Uni und die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft darüber hinaus den seit fünf Jahren bestehenden Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Verwaltung bis zum Jahr 2020 verlängert. "Diese Zusammenarbeit zwischen Med-Uni und Krankenanstaltenträger ist nach wie vor einzigartig in Österreich", hielt Rektor Josef Smolle fest. Die Leistungssteigerung der Med-Uni Graz mit einer Vervierfachung des Forschungsoutputs, einer Verdoppelung der Drittmittelaquise und der Einrichtung zahlreicher Großprojekte sei wesentlich auf die Qualität dieser Zusammenarbeit zurückzuführen, resümierte der Rektor, dessen Funktionsperiode im Februar 2016 endet.

Auch baulich herrscht Hochbetrieb am Grazer LKH-Universitätsklinikum: Der neue Chirurgiekomplex an Grazer LKH-Uniklinikum nimmt Gestalt an. Die erste Bauetappe mit achtgeschoßigem Stationshaus und dreigeschoßigen Funktionstrakt soll 2017 abgeschlossen sein, die neue Zahnklinik werde im Jänner 2016 eröffnet so Falzberger. Der neue Campus der Medizinischen Universität in direkter Nachbarschaft zum bisherigen LKH-Gelände soll 2017 bezogen werden, ergänzte Smolle.

apa.at

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