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APA-Artikel 10. Dezember 2015

FPÖ-Hofer: Weniger Akutbetten - mehr Geld für die Langzeitpflege

In seinem gestern veröffentlichten Bericht zur "Rolle des Bundes in der österreichischen Krankenanstaltenplanung" bestätigt der Rechnungshof die jahrelange freiheitliche Kritik am bestehenden System der Überkapazitäten an Akutbetten im stationären Bereich: "Durch das Festhalten an bestehenden Krankenhausstrukturen wurden Umschichtungspotenziale im stationären Bereich bislang nicht genutzt. Dies führte zu vermeidbaren Kostenbelastungen und beeinträchtigte die Qualität der Patientenbehandlung." Bereits 2011 gab es einem RH-Bericht zufolge über 70 Prozent mehr Akutbetten pro 1000 Einwohner in Österreich als im EU-Schnitt.

Ein Akutbett kostet pro Tag bis zu 800 Euro, ein Pflegeplatz durchschnittlich 100 Euro und die Pflege daheim liegt noch einmal ein Drittel unter diesem letzten Wert. "In Österreich liegen tausende pflegebedürftige Patienten in Akutbetten, statt über einen Pflegeplatz optimal versorgt zu werden. Das kostet den Steuerzahler 13 Millionen Euro zusätzlich - und zwar jeden Tag!", kritisiert der freiheitliche Pflege- und Behindertensprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer und drängt erneut auf eine dringend notwendige und umfassende Strukturreform im Gesundheitswesen, mit der die Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einem Topf sichergestellt wird: "Es sind aus diesem Bereich laut Angaben des Rechnungshofes 4,75 Milliarden Euro zu lukrieren. Daher ist es mir völlig unverständlich, warum die Bundesregierung die notwendigen Mehrausgaben für den Pflegebereich noch immer über höhere Steuermittel finanziert und nicht endlich die Notbremse zieht." Der freiheitliche Pflegesprecher fordert die Bundesregierung auf, "eine Gesundheitsreform mit einer vernünftigen Planung des Bettenangebotes umgehend zu realisieren und das frei werdende Potential in die Langzeitpflege zu investieren".

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/16256/aom

apa.at

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