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APA-Artikel 7. Dezember 2015

Österreichischer Herzspezialist Felix Unger erhielt päpstlichen Orden

Der Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Felix Unger, ist mit dem Päpstlichen Gregoriusorden ausgezeichnet worden. Salzburgs Erzbischof Franz Lackner hat dem österreichischen Herzchirurgen am Samstagabend den Orden überreicht. Es handelt sich um eine der höchsten päpstlichen Auszeichnungen für Laien, wie die Erzdiözese Salzburg am Sonntag informierte.

In seiner Laudatio im erzbischöflichen Palais hob der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, die Bedeutung der Auszeichnung hervor. Diese bringe die große Wertschätzung und den Dank für die Dienste Ungers in der Katholischen Kirche und die Verdienste um die Kirche zum Ausdruck. Fürst würdigte den Mediziner als eine "Persönlichkeit von internationalem Rang". Unger habe sein Lebenswerk dem Anliegen gewidmet, die Perspektive auf ein "Ganzes hin zu öffnen und den Blick dafür offen zu halten".

Das "reichhaltige Lebenswerk" des Ausgezeichneten sei "der Gemeinschaft der Wissenschaften und der Künste im Dienst einer Sinnfindung des Menschen in umfassendem Sinne gewidmet", betonte der Laudator. Felix Unger gebe damit der Gemeinschaft der Wissenschafter ebenso wie der Gemeinschaft der Glaubenden in der Kirche "Fragen mit, die um des Menschen willen nie abgeschlossen dürfen, sondern vielmehr immer offen gehalten werden müssen", sagte Bischof Fürst.

Der im Jahr 1946 in Klagenfurt geborene Felix Unger promovierte 1971 in Medizin an der Universität Wien. Die Habilitation erfolgte 1978. Der Chirurg erfand in Salt Lake City das Ellipsoidherz für den künstlichen Herzersatz, welches als erstes Kunstherz in Europa 1986 in Salzburg angewandt wurde. Er war zunächst Oberarzt an der Universitätsklinik in Innsbruck und wurde 1985 mit der Gründung der Herzchirurgie an den Landeskrankenanstalten Salzburg betraut. Bis 2011 war Unger Vorstand der Universitätsklinik für Herzchirurgie Salzburg. Gemeinsam mit Kardinal Franz König und Nikolaus Lobkowicz gründete der Mediziner 1990 die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg, als deren Präsident er seither fungiert.

Der Gregoriusorden zählt zu den höchsten zivilen Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und wird mittelbar durch den Papst verliehen. Der 1831 gestiftete Orden ist nach Papst Gregor dem Großen (590-604) benannt.

apa.at

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