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APA-Artikel 2. Dezember 2015

Privatpatienten vorgereiht: Radiologen weisen Kritik zurück

"Spät, aber doch" habe sogar der Hauptverband der Sozialversicherungen erkannt, dass die Lage bei den CT- und MRT-Untersuchungen unhaltbar geworden ist. "Nur so lässt sich erklären, warum er jetzt ein von ihm selbst verursachtes Problem durch diffuse Klagsdrohungen lösen will", so der Kärntner Radiologe Manfred Baldt, Sprecher der Institute für Bildgebende Diagnostik, am Mittwoch.

Der Vorwurf der Bevorzugung von Privatpatienten sei völlig unsinnig. "Die langen Wartezeiten haben in Wahrheit eine einzige Ursache: Die Untersuchungen wurden ab 2010 durch den Hauptverband gedeckelt, gleichzeitig steigt der Bedarf und dadurch entstehen Wartezeiten", betonte der Mediziner in seiner Replik.

Auch die Radiologen in öffentlichen Spitälern seien völlig ausgelastet, nicht zuletzt als Folge des neuen Spitalsarbeitszeitgesetzes, so dass von dort viele Patienten an die Institute verwiesen würden und dort die Untersuchungszahlen erhöhen würden. Baldt: "Aber die Ausgabenobergrenze wird nicht erhöht - da darf sich doch niemand wundern, dass lange Wartezeiten entstehen. Die Krankenkassen verhindern aus Kostengründen, dass mehr Patienten untersucht werden können, indem sie nur eine maximale Anzahl von Untersuchungen bezahlen."

apa.at

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