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APA-Artikel 19. November 2015

Unfallchirurgie feiert Begründung in Wien vor 90 Jahren

Mit einer Festveranstaltung im UKH Wien Lorenz Böhler wurde am Donnerstag die Begründung der intramuralen Unfallmedizin vor 90 Jahren in Wien gefeiert. Die Erkenntnisse und Techniken, wie sie der Mediziner Lorenz Böhler in Wien im weltweit ersten Unfallkrankenhaus praktizierte, waren wegweisend für Unfallchirurgen in aller Welt. Die Wiener Krankenhäuser der AUVA, das UKH Wien Lorenz Böhler und das UKH Wien Meidling, tragen diese Tradition fort, ruhen sich aber nicht auf den Errungenschaften der Vergangenheit aus.

Es war der 1. Dezember 1925, an dem das weltweit erste Unfallkrankenhaus seinen Betrieb aufnahm – in der Webergasse im 20. Wiener Gemeindebezirk in unmittelbarer Nähe zur Friedensbrücke. Sein erster ärztlicher Leiter ist heute noch Namensgeber eines der beiden Nachfolge-Häuser: Lorenz Böhler hat die Unfallmedizin geprägt wie kaum ein Zweiter in Europa. Mit einer Festveranstaltung wurde im UKH Wien Lorenz Böhler heute, Donnerstag, an die Geschichte der Häuser erinnert und über Fortschritte in der Unfallmedizin berichtet.

Medizinisch geleitet wird des UKH Wien Lorenz Böhler seit Anfang des Jahres von Prim. Priv. Doz. Dr. Thomas Hausner. Die Leitung des Hauses ist sein "Traumjob", wie er sagt. "Als Ärzte schöpfen wir hier aus dem Erfahrungs-Fundus unserer Vorgänger. Gleichzeitig entwickeln wir uns stetig weiter, denn wir wissen: Europa schaut auf Wien und seine Unfallchirurgie." Hausner forscht am Ludwig-Boltzmann-Institut, das sich am heutigen Standort des UKH Wien Lorenz Böhler in der Donaueschingenstraße angesiedelt hat. Erst kürzlich hat er sich zum Thema "Innovative Wege in der Behandlung peripherer Nerven nach Verletzungen" habilitiert.

Das UKH Wien Lorenz Böhler arbeitet dabei in enger Abstimmung mit dem Schwesterhaus der Wiener AUVA, dem UKH Wien Meidling. Für dessen ärztlichen Leiter, Prim. a.o. Prof. Dr. Christian Fialka, führt "das gebündelte Know-How der beiden Häuser zu besten Ergebnissen für die Patientinnen und Patienten". Als Prä-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie ist Fialka intensiv mit der strukturellen und medizinischen Weiterentwicklung des Fachs befasst.

Für die AUVA sind die beiden Krankenhäuser tragende Säulen in der Behandlung und Begleitung von verunfallten Menschen. Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien: "Ein Arbeitsunfall bedeutet mitunter einen schweren Schicksalsschlag – das habe ich als Bau-Holz-Gewerkschafter oft genug miterlebt. Umso wichtiger ist es, dass sich die Beschäftigten auf die AUVA und auf ihre Krankenhäuser verlassen können." Und Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien, betont: "Diese Verlässlichkeit, aber auch unsere Innovationskraft wollen wir stetig weiterentwickeln: Als starker Partner für Menschen in gesundheitlichen und persönlichen Ausnahmesituationen."

Schon jetzt bereitet sich die AUVA auf die kommenden Herausforderungen der modernen Unfallmedizin im 21. Jahrhundert vor. "Insbesondere die integrierte medizinische Versorgung durch Akutbehandlung und Rehabilitation, wie sie am Standort Meidling bereits praktiziert wird, hat internationale Beachtung erhalten. Gemeinsam mit den Experten unserer beiden Unfallkrankenhäuser werden wir unser Angebot in Zukunft noch stärker an den neuen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten", betonen Silvan und Bernart.

Über die AUVA

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten rund 150.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie rund 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/12551/aom

apa.at

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