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APA-Artikel 19. November 2015

"PflegerIn mit Herz" 2015

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, WKÖ-Generalsekretärin Mag. Anna-Maria Hochhauser, AK-Präsident Rudi Kaske, Erste Bank Vorstand Dr. Peter Bosek, Präsident Dr. Günter Geyer und Wiener Städtische Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer ehrten gestern Abend die besten und beliebtesten PflegerInnen 2015.

Die Entscheidung ist gefallen: Aus rund 2.300 Nominierungen wählte die Jury zwei GewinnerInnen pro Bundesland aus. Die 18 "PflegerInnen mit Herz" 2015 wurden am 18. November im Wiener Ringturm in feierlichem Rahmen für ihr herausragendes Engagement geehrt. Dr. Günter Geyer, Präsident und Initiator von "PflegerIn mit Herz": "Jene Menschen, die tagtäglich Unermessliches leisten und das Wohlergehen eines anderen in den Mittelpunkt stellen, wollen wir mit "PflegerIn mit Herz" unterstützen. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung, denn Pflege muss die Würdigung erfahren, die sie verdient."

Zukunftsthema Pflege

Vizekanzler und Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner, von Beginn an prominenter Partner der Initiative "PflegerIn mit Herz", hebt die steigende Bedeutung des Themas Pflege hervor: "Pflege geht uns alle an. Aufgrund des demographischen Wandels brauchen wir in Zukunft noch mehr Fachkräfte für die Pflege älterer Menschen. In diesem Sinne schafft die Aktion "PflegerIn mit Herz" ein stärkeres Bewusstsein für die Leistungen der Pflegerinnen und Pfleger und würdigt ihren enormen Einsatz für die Gesellschaft."

Als wesentliche Verbesserung für PflegegeldbezieherInnen, zur Unterstützung der Angehörigenpflege und um die Preisentwicklung bei der professionellen Pflege zu berücksichtigen und abzufedern, wird mit 1. Jänner 2016 das Pflegegeld in allen Pflegestufen um zwei Prozent erhöht. Aber neben der finanziellen Absicherung braucht es vor allem menschliche Unterstützung, Respekt und ein großes Maß an Wertschätzung. "Die Ausgezeichneten stehen für Engagement und Herzenswärme und sie geben anderen ein Beispiel, dass der Pflegeberuf, neben all den Anstrengungen, menschlich sehr erfüllend sein kann. Mit der Aktion "PflegerIn mit Herz" wollen wir "Danke" sagen", betont Sozialminister Rudolf Hundstorfer, ebenfalls "Partner der ersten Stunde".

Pflegepersonal wird immer wichtiger

Das Thema Pflege zählt zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Eine immer älter werdende Bevölkerung, braucht auch die notwendige Fürsorge und Betreuung, wodurch der Pflegeberuf in unserer Gesellschaft immer bedeutender wird. Die Wirtschaftskammern Österreichs unterstützen daher auch heuer wieder die Initiative "PflegerIn mit Herz" aus voller Überzeugung. "80 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher möchten in den eigenen vier Wänden alt werden – ermöglicht wird dies durch tausende selbstständige Personen¬betreuerinnen und Personenbetreuer. Sie sind längst eine zentrale und unverzichtbare Stütze im österreichischen Pflegesystem", erklärt WKÖ-Generalsekretärin Mag. Anna Maria Hochhauser. "Die diesjährigen Preisträgerinnen stehen beispielhaft für die großartigen Pflegerinnen und Pfleger unseres Landes, in diesem Sinne: ein aufrichtiges Danke und herzliche Gratulation!"

Im Pflegebereich sind rund 46.000 ArbeitnehmerInnen in Österreich vollzeitbeschäftigt. Tatsächlich sind es aber noch viel mehr Personen, denn der Teilzeitanteil ist sehr hoch. Darüber hinaus sind in der mobilen Pflege rund 70 Prozent Frauen, im stationären Bereich sogar über 80 Prozent weibliche Arbeitnehmerinnen, vertreten. Grund genug für AK-Präsident Rudi Kaske auch heuer wieder – und damit zum zweiten Mal – die Initiative "PflegerIn mit Herz" zu unterstützen: "Sie alle leisten hervorragende Arbeit, wenn unsere Angehörigen oder wir selbst pflegebedürftig werden. Neben dem hohen Engagement – der Arbeit "mit Herz" – sind aus unserer Sicht eine gute Ausbildung, gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung Basis für diese herausfordernde Tätigkeit. Denn nur gute Arbeitsbedingungen sichern eine gute Qualität der Betreuung und Pflege."

Pflege braucht Aufmerksamkeit

Auch im Pflegebereich selbst steht Österreich vor neuen Herausforderungen: Demenz zählt zu den häufigsten und folgenschwersten Erkrankungen im Alter. Derzeit leben in Österreich rund 100.000 Demenzkranke, bis 2050 soll sich diese Zahl – parallel zur steigenden Lebenserwartung – auf bis zu 270.000 verdreifachen. Für die Erste Bank und Sparkassen ist die Initiative "PflegerIn mit Herz" im gesellschaftspolitischen Kontext wesentlich. "Die Bedeutung von Pflege und Betreuung im Alter steigt mit der Lebenserwartung jährlich an. Das zum Thema zu machen und die Diskussion darüber ist ein notwendiger Teil unserer Zukunftsvorsorge – und es sollte jede und jeden von uns beschäftigen, noch bevor man direkt oder indirekt davon betroffen ist. Deshalb unterstützen wir die Kampagne "PflegerIn mit Herz", die nicht nur das Thema, sondern auch die Pflegerinnen und Pfleger selbst vor den Vorhang holt", erklärt Dr. Peter Bosek, Vorstand der Erste Bank und Sparkassen.

Mitinitiator und Vizepräsident von "PflegerIn mit Herz", Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung, freut sich über die gelungene vierte Ehrung von Österreichs "PflegerInnen mit Herz" und hebt in erster Linie die gesellschaftliche Wichtigkeit des Themas Pflege hervor: "Die Tätigkeit der Pflege ist keine Selbstverständlichkeit und wird darüber hinaus viel zu selten geehrt. "PflegerIn mit Herz" würdigt die herausragenden Leistungen der Pflegerinnen und Pfleger und trägt damit auch zur Sensibilisierung und Bewusstseinsschaffung dieses sensiblen und oft tabuisierten Themas bei."

Über "PflegerIn mit Herz" 2015

Bis einschließlich 9. Oktober 2015 war ganz Österreich aufgerufen, Personen, die freiwillig oder beruflich im Pflegebereich tätig sind, vorzuschlagen. Aus allen 2.300 Nominierungen wählte eine Jury – bestehend aus den Partnern der Initiativen sowie VertreterInnen der größten NGOs im Pflegebereich (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Volkshilfe, Rotes Kreuz) – zwei GewinnerInnen pro Bundesland aus. Diese wurden am 18. November im Wiener Ringturm mit einem Geldpreis im Wert von 3.000 Euro, gestiftet vom Wiener Städtischen Versicherungsverein und von den Wirtschaftskammern Österreichs (24-Stunden-Betreuerinnen), gewürdigt.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/543/aom

apa.at

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