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APA-Artikel 10. November 2015

Hochstapler vor Gericht: Ärzte, die gar keine sind

Immer wieder werden in Deutschland falsche Ärzte enttarnt. Gefängnisstrafen sind nicht ausgeschlossen. Einige Beispiele:

SCHÖNHEITSCHIRURG: Mit gefälschten Dokumenten und Urkunden legte sich ein Mann einen medizinischen Werdegang zu, gab sich im Internet als plastischer Chirurg aus und nahm Dutzende Schönheitsoperationen vor - gegen Barzahlung. Der Mann wurde im Juli in Regensburg wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

ZAHNARZT: Hunderte Patienten hat ein falscher Zahnarzt in Nordrhein-Westfalen behandelt, erst in der dritten Zahnarztpraxis flog der Schwindel auf. Mit gefälschten Zeugnissen war der 33-Jährige in Praxen in Tönisvorst und Mönchengladbach untergekommen. Selbst seine Frau, eine Zahnarzthelferin, wusste nichts von dem Schwindel. Der Mann wurde im Dezember 2014 in Mönchengladbach zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

ANÄSTHESIST: Es ging ihm nicht um Geld, sondern um Anerkennung: Ein 27-jähriger Mann eignete sich medizinische Kenntnisse während Praktika und einer Tätigkeit als Rettungshelfer an. Er fälschte seine Zulassung und arbeitete als Anästhesist. Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Mann 2011 zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

PSYCHOLOGE: Ein verurteilter Drogenschmuggler gab sich als Doktor der Psychologie aus, fast zwei Jahre lang arbeitete er als therapeutischer Leiter einer Drogenklinik am Niederrhein. Der Mann wurde 2010 wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Titelmissbrauchs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

apa.at

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