zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 5. November 2015

Sozialminister Hundstorfer eröffnet 13. Pflegekongress von pflegenetz und BAG

"Vielen Dank dafür, was Sie tagtäglich tun!", so eröffnete Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Donnerstag, im Austria Center Vienna den 13. Pflegekongress. Dieser ist mit etwa 3.900 Teilnnehmer/innen der größte Kongress für Pflegende in Österreich und wird gemeinsam von der Kommunikationsplattform "pflegenetz" und der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt, das sind Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe) veranstaltet.

Hundstorfer gab in seiner Rede aber auch einen Ausblick auf die bevorstehenden Finanzausgleichsverhandlungen: "Die Pflege auf hohem Standard wird finanzierbar bleiben. Der Pflegefonds wird weiterhin notwendig sein. Aber wir werden auch Qualitätsstandards mitverhandeln. Langfristig muss es einheitliche Standards in Österreich geben. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel in der mobilen Pflege im Bundesland A 20 Minuten Wegzeit eingerechnet sind, im Bundesland B 10 Minuten. Und im Bundesland Y null Minuten. Ebenso sollte es in der stationären Pflege keine unterschiedlichen Personalschlüssel geben", so Hundstorfer.

Der Sozialminister erwähnte auch die geplanten Änderungen in der Pflegeausbildung "in Richtung Fachhochschule" und die zunehmenden Pflegegeldgutachten von Pflegepersonen, die in Zukunft ab der Pflegestufe 3 erfolgen sollen, sowie die Pflegegelderhöhung per 1.1.2016 und die Unterstützungen für pflegende Angehörige wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung und die Pflegekarenz.

Walter Marschitz, Geschäftsführer des Hilfswerks, das derzeit den Vorsitz in der BAG hat, sieht die unterschiedlichen Regeln in den Bundesländern ebenfalls kritisch als "Effizienzreserve" und ist überzeugt: "Die echten Versorgungsprobleme kommen erst auf uns zu, wenn nach der demografischen Atempause in Österreich die geburtenstarken Jahrgänge ab 1939 in ein Alter kommen, in dem die Pflegebedürftigkeit stark zunimmt!".

Marschitz freut sich aber auch über den großen Erfolg des Pflegekongresses: "Unsere Ziele, die wir uns gemeinsam vor 13 Jahren gesetzt haben, sind aufgegangen. Der Pflegekongress ist der größte derartige Kongress in Österreich. Er bietet einen aktuellen Überblick über den Pflegebereich in Österreich – aber auch international. Sowohl über den akutstationären als auch über den Langzeitpflegebereich – mobil und stationär. Es ist uns auch gelungen, die Pflege stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. In der öffentlichen und politischen Debatte hat die Pflege einen hohen Stellenwert erlangt!", so Marschitz.

"Die Pflege braucht Impulse und Möglichkeiten sich auszutauschen", ist Claudia Kastner-Roth, Geschäftsführerin von pflegenetz, überzeugt. "Neben den wissenschaftlichen Fachvorträgen und den Workshops gibt es auch viel Raum für das persönliche Gespräch unter Fachleuten und Partnern, die mit Ständen vertreten sind", so Kastner-Roth abschließend.

Das gesamte Programm des Pflegekongresses steht unter www.pflegekongress.at zum Download bereit. Informationen zum pflegenetz gibt es unter www.pflegenetz.at.

In der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) arbeiten seit 1995 die großen Trägerorganisationen Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe zusammen, um gemeinsame sozialpolitische Anliegen zu artikulieren sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Arbeit privater gemeinnütziger Träger in Österreich zu erreichen. Themenschwerpunkte der BAG sind Pflege, Sozialhilfe, Armut, Integration und Kinderbetreuung. Weitere Informationen: www.freiewohlfahrt.at.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/403/aom

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben