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APA-Artikel 5. November 2015

Patientenschützer: Für Sterbende in Heimen geschieht zu wenig

Die von der Bundesregierung geplanten Verbesserungen bei der Versorgung sterbender Menschen reichen nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz nicht aus. Das Hospiz- und Palliativ-Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), das an diesem Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll, "lässt die sterbenden Pflegeheim-Bewohner und die depressiv alten kranken Menschen im Stich", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu: "Für die 340 000 Sterbenden in den 13 000 deutschen Pflegeheimen geschieht viel zu wenig."

Es reiche nicht aus, sterbenden Pflegeheimbewohnern einen Wechsel ins Hospiz in Aussicht zu stellen, sagte Brysch. Dafür reichten die 2000 Hospizbetten auch gar nicht aus. "Es ist endlich an der Zeit, die Menschen dort zu unterstützen, wo sie leben." Wenn das Hospiz- und Palliativgesetz Gröhes eine Antwort auf die Debatte um die Sterbehilfe sein sollte, reiche sie nicht aus.

Gröhe will die Versorgung sterbenskranker Menschen verbessern. Sein Gesetz regelt ambulante Palliativ- und Hospizversorgung in der häuslichen Umgebung und stationäre Versorgung in Pflegeeinrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern neu. Das Gesetz ist im Zusammenhang mit der Debatte um eine Neuregelung der Sterbehilfe zu sehen, über die der Bundestag an diesem Freitag entscheiden will.

apa.at

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