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APA-Artikel 23. Oktober 2015

CH: Krebsregister-Daten sollen länger aufbewahrt werden

Die Gesundheitskommission des Nationalrats will die Daten, die an die Krebsregister übermittelt werden, länger aufbewahren als vom Bundesrat vorgeschlagen. Diese sollen nicht schon 5 Jahre nach Eingang, sondern erst 30 Jahre nach dem Tod vernichtet werden.

Daten, die in das Kinderkrebsregister eingetragen werden, sollen sogar 80 Jahre über den Tod hinaus aufbewahrt werden, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Auch die Frist für die Anonymisierung der Daten soll von 30 auf 80 Jahre nach dem Tod ausgedehnt werden.

Davon erhofft sich die Kommission einen höheren Nutzen für die Forschung. Bereits vorhandene Daten sollen in das neue System übertragen werden. In der Gesamtabstimmung nahm die SGK das Krebsregistrierungsgesetz einstimmig an. In einer früheren Sitzung hatte sie beschlossen, dass der Bundesrat die Erhebung bestimmter Zusatzdaten vorsehen muss.

Das nationale Krebsregister soll dazu dienen, die Prävention, Früherkennung und Behandlung von Krebs zu verbessern. Krebserkrankungen sollen künftig schweizweit einheitlich registriert werden. Erfasst würden Basisdaten zur Person, zur Diagnose und Erstbehandlung sowie zum Krankheitsverlauf.

apa.at

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