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APA-Artikel 12. Oktober 2015

Frühe Hilfen starten im Burgenland

Mit Oktober 2015 startet unter dem Namen "Netzwerk Kind Burgenland" ein Frühe-Hilfen-Angebot im Burgenland. Bei "Frühe Hilfen" handelt es sich um ein Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, gesundheitliche Belastungen von Familien und Kindern frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. In Kooperation von Land und Gebietskrankenkasse wird zunächst im Nordburgenland ein regionales Netzwerk etabliert, das Familien in belastenden Lebenssituationen unterstützt. Ab Mai 2016 wird auch im Südburgenland ein Frühe-Hilfen-Netzwerk zur Verfügung stehen. Damit ist das Burgendland eines von drei Bundesländern, in dem eine flächendeckende Unterstützung von Familien durch Frühe Hilfen sichergestellt ist.

Im Mittelpunkt von "Frühe Hilfen" stehen Familienbegleiter/innen, die als konkrete Ansprechpersonen für die Familien da sind. Sie helfen ihnen dabei, geeignete soziale und gesundheitsbezogene Angebote zu finden und in Anspruch zu nehmen. Die Familienbegleiter/innen arbeiten in sogenannten "Frühe-Hilfen-Netzwerken", die sich um eine optimale Vernetzung und Weiterentwicklung dieser Angebote bemühen. Um Frühe Hilfen möglichst niederschwellig zu gestalten, gehen die Mitarbeiter/innen der Frühe-Hilfen-Netzwerke aktiv auf belastete Familien zu - idealerweise bereits während der Schwangerschaft - und stellen so sicher, dass die Angebote frühzeitig jene erreichen, die sie benötigen.

Was sind "Frühe Hilfen"?

Das Projekt "Frühe Hilfen" geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zurück,. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser zum Nutzen von Frühen Hilfen: "Präventionsmaßnahmen in der frühen Kindheit sind besonders effizient. Sie wirken sich langfristig positiv auf die Gesundheit aus und sind ein wirksamer Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit, zur Armutsbekämpfung und zur Senkung späterer gesundheitlicher Risiken." Auch der ökonomische Nutzen ist nachweislich bei Maßnahmen in der frühen Kindheit am größten.

Im Rahmen der Umsetzung der Rahmen-Gesundheitsziele und der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie treibt das BMG in Kooperation mit den Ländern und den Sozialversicherungsträgern den Ausbau von Frühen Hilfen in Österreich zügig voran. Insgesamt sollen bereits Mitte 2016 in rund 45 Prozent aller österreichischen Bezirke Frühe-Hilfen-Netzwerke zur Verfügung stehen.

Zur Unterstützung der regionalen Umsetzung der Maßnahmen hat das Gesundheitsministerium an der Gesundheit Österreich ein Nationales Zentrum Frühe Hilfen eingerichtet. Zu seinen Aufgaben gehören die bundesweite Vernetzung aller Partner/innen, die Sicherstellung hoher Qualität in der Umsetzung sowie der Wissenstransfer. Weiters führt es Schulungen und eine überregionale Evaluation durch und sorgt für ein einheitliches Dokumentationssystem. "Indem das Gesundheitsministerium zentrale Aufgaben wie Schulungen, Dokumentation und Evaluation übernimmt, bleibt in den einzelnen Netzwerken mehr Geld für die Arbeit mit den Familien", betont Ministerin Oberhauser. "Damit sorgen wir für einen effizienten Mitteleinsatz und eine einheitliche und qualitätsgesicherte Umsetzung in ganz Österreich", hält Oberhauser abschließend fest.

Die Finanzierung des Ausbaus der Frühen Hilfen erfolgt unter anderem aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur. Bis Frühjahr 2017 werden rund 5 Mio. Euro dafür aufgewendet.

Am 14. Oktober 2015 findet in Eisenstadt die Auftaktveranstaltung "Netzwerk Kind Burgenland" statt, die unter dem Motto "Gemeinsam Familie stärken" steht. MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen.

Umfassende Informationen sind auf der Website www.fruehehilfen.at zu finden.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/52/aom

apa.at

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