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APA-Artikel 12. Oktober 2015

Gröhe: Weltgemeinschaft auf Gesundheitskrisen schlecht vorbereitet

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat eine engere Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft bei der Bewältigung von Gesundheitskrisen angemahnt. Gröhe erklärte anlässlich der Eröffnung des dreitägigen "Weltgesundheitsgipfels" am Sonntag in Berlin, Ebola habe auf dramatische Weise gezeigt, dass die Weltgemeinschaft nicht auf Gesundheitskrisen dieses Ausmaßes vorbereitet sei.

Deutschland werde mit einem speziellen Programm die Entwicklungspartner gezielt bei der Stärkung des Gesundheitswesens unterstützen. Dazu gehöre unter anderem die Ausbildung von Personal zum Management von Gesundheitskrisen in den Partnerländern. Das Programm starte im nächsten Jahr mit vier Millionen Euro und sei zunächst auf fünf Jahre ausgelegt.

Die Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, sagte, die reichen Länder müssten die armen Länder beim Aufbau eines funktionierenden Gesundheitssystems unterstützen. Kritisch merkte sie an, ihre Organisation gehöre 194 Staaten. Diese seien gut, wenn es darum gehe, Versprechen zu machen - wenn es aber um Geld für Projekte gehe, wollten sie vor allem ihre Interessen umgesetzt wissen.

Wichtige Themen des Treffens von Sonntag bis Dienstag seien die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen, antibiotikaresistente Keime oder gesundheitliche Folgen der Klimaveränderung.

apa.at

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