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APA-Artikel 5. Oktober 2015

Flüchtlinge - NGO fordert Psychotherapie für Traumatisierte

Der Wiener Verein Hemayat - die NGO betreut seit 20 Jahren Folter- und Kriegsüberlebende - hat sich am Montag für eine möglichst rasche psychotherapeutische Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge starkgemacht. Damit wären chronische psychische und somatische Erkrankungen zu verhindern, gab Geschäftsführerin Cecilia Heiss zu bedenken.

Eine Psychotherapie wirke stabilisierend auf Menschen, die aufgrund extrem belastender Erlebnisse unter Symptomen wie Durchschlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Entfremdung gegenüber der Familie und psychosomatischen Schmerzattacken bis hin zu Flashbacks leiden, gab Heiss in einer Presseaussendung zu bedenken. Eine fachgerechte Behandlung sei als grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in Österreich anzusehen.

Nicht nur Erwachsene, auch viele Kinder und Jugendliche, die Folter, Krieg und Flucht erlebt haben, suchen bei Hemayat Hilfe. Knapp 300 Menschen - darunter 40 Minderjährige - müssen jedoch bis zu eineinhalb Jahre auf einen Therapieplatz warten, weil die öffentlichen Subventionen nicht ausreichen, um die Traumatisierten zeitgerecht zu versorgen. "In der jetzigen Situation brauchen wir dringend eine langfristige Basisfinanzierung und Verträge mit den Krankenkassen. Wir hätten nämlich ausreichend Therapeuten und Therapieräume für weit mehr Therapien. Das Problem sind stets die fehlenden finanziellen Mittel", erklärte Heiss.

apa.at

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