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APA-Artikel 1. Oktober 2015

Insolventes Sanatorium Rupp wird weitergeführt

Das insolvente Sanatorium Rupp in St. Georgen im Attergau wird fortgeführt. Mittwochnachmittag wurde die Belegschaft informiert, dass die im September gegründete Rupp GmbH die Weiterführung des Haus übernommen hat. Alle Mitarbeiter, rund 160, sollen in die neue Gesellschaft wechseln, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" und die "Kronen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Die Firma Sanatorium Prim. Dr. Gerhard Rupp Regeneratorium St. Georgen GmbH hatte Anfang September beim Landesgericht Wels Konkurs angemeldet. Laut einer Bilanz per 31. Juli betrug das negative Eigenkapital 1,6 Mio. Euro, die Passiva 7,2 Mio. Euro. Die Insolvenzursachen würden vorrangig in Managementfehlern und Malversationen liegen, die die ehemalige Geschäftsführung zu verantworten habe, berichtete Creditreform damals aus dem vom Unternehmen selbst eingebrachten Konkursantrag. Mitte September wurde eine Auffanggesellschaft gegründet, die der Stiftung Rupp gehört. Die Stiftung ist auch Mehrheitseigentümerin des Sanatoriums. Die neue Firma sei mit frischem Geld ausgestattet worden und in der Lage, den laufenden Betrieb mit rund 200 Betten fortzuführen, zitieren die "Oberösterreichischen Nachrichten" den Firmenanwalt. Der Gläubigerausschuss habe dieser Vorgehensweise zugestimmt.

In der neuen Firma ist der Ex-Geschäftsführer, der bei der alten auch Minderheitsgesellschafter war, nicht mehr dabei. Gegen ihn laufen ein vom Sanatorium angestrengtes Schadenersatzverfahren sowie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. In den kommenden Wochen soll nun ein Geldgeber gefunden werden, der das Sanatorium erwirbt, da die Auffanggesellschaft wegen fehlender Finanzkraft die Liegenschaft nicht kaufen könne.

apa.at

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