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APA-Artikel 7. September 2015

McDonald 2 - Foto auf E-Card mittelfristig nicht ausgeschlossen

Die Etablierung der neuen Primärversorgung im Zuge der Gesundheitsreform dauert auch Hauptverbands-Chef Peter McDonald zu lange. "Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Mir geht auch die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems zu langsam." Er verweist auf die schon gestarteten Pilotprojekte und betont, dass es in erster Linie darum gehe, die Qualität der Versorgung für die Patienten zu steigern.

Dies soll mit einer ganzheitlichen Betreuung durch eine Vernetzung der Ärzte untereinander und mit anderen Gesundheitsanbietern, mit einer besseren Erreichbarkeit und längeren Öffnungszeiten für die Patienten erreicht werden. Die Entlastung der überfüllten Ambulanzen steht dabei für McDonald nicht an erster Stelle. Die Servicequalität in den Ambulanzen zu heben und die Wartezeiten zu reduzieren will er dadurch erreichen, dass es weniger Weiterüberweisungen geben soll. Die schon einmal gescheiterten Ambulanzgebühren will der Hauptverbands-Chef nicht wieder einführen. Generell erhofft sich McDonald von der Reform eine Senkung der Spitalsaufenthalte, bei denen Österreich mit 28 pro 100 Einwohnern deutlich über dem europäischen Schnitt von 17 liegt.

Der Ärztekammer, die Angst hat in der Vertragsgestaltung für die Primärversorgung ausgebootet zu werden, empfiehlt McDonald, die Angelegenheit "weniger institutionell" zu sehen. Es gehe darum, die Ärzte zu unterstützen, damit sie ergänzende Formen der Zusammenarbeit leben können. Für die von der Ärztekammer geforderten zusätzlichen Kassenstellen kann der Hauptverbands-Chef kein Notwendigkeit erkennen. Er betont, dass Österreich eine der höchsten Ärztedichten in Europa habe.

Auch die Aufregung der Ärztekammer gegen das sogenannte Mystery Shopping mit Test-Patienten zur Überprüfung ärztlicher Leistungsverrechnungen kann McDonald nicht nachvollziehen. Die Sozialversicherung habe die Verantwortung, dass mit dem Geld der Versicherten sorgsam umgegangen werde. Außerdem gebe es schon seit 1998 solche Kontrollen gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation. HNO-Ärzte hätten etwa beim letzten Test mit Mystery Shoppern sehr gut abgeschnitten.

Das von der Ärztekammer geforderte Foto auf der E-Card statt der beschlossenen Ausweiskontrollen will McDonald mittelfristig nicht ausschließen. Er habe Experten beauftragt zu untersuchen, unter welchen Voraussetzungen dies möglich wäre. Für ihn ist müsste dabei jedenfalls der Nutzen die Kosten überwiegen. Und die Kosten von 61,50 Euro für den Personalausweis wären jedenfalls nach Ansicht des Hauptverbands-Chefs für die E-Card nicht vertretbar.

Bei der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA), die nach mehreren Verschiebungen nun im Dezember in ersten Spitälern in Wien und der Steiermark starten soll, hätte sich McDonald von Anfang an "mehr Elan" gewünscht. Nun geht er aber davon aus, dass dieser Start ohne Probleme über die Bühne gehen wird. Er versichert jedenfalls, "Druck" zu machen. Gleichzeitig betont er aber, dass das System für die Ärzte im täglichen Einsatz brauchbar sein müsse.

apa.at

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