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APA-Artikel 20. August 2015

Nach Insolvenz steirischer Heimgruppe: Ermittlungen wegen Betrugs

Die Insolvenz der steirischen Heimbetreibergruppe "Gemeinsam statt einsam" im Jahr 2012 könnte für fünf ehemalige Verantwortliche noch ein gerichtliches Nachspiel haben: Der Pleite mit einer Überschuldung von mehr als sechs Millionen Euro sollen schwerer Betrug, Untreue und grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen vorangegangen sein. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt.

Oberstaatsanwalt Norbert Hauser bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe), dass gegen fünf frühere Verantwortliche oder für die Gesellschaft tätige Personen Ermittlungen geführt werden. Unter ihnen sollen sich ein ehemaliger Bürgermeister aus Graz-Umgebung, der als treibende Kraft der Heimgruppe galt, sowie ein Kärntner Anwalt, der als Geschäftsführer fungiert hatte, befinden. Die Schadenssumme soll bei über fünf Millionen Euro liegen.

Inhaltlich könne bisher nicht viel gesagt werden, da sich beim Ermittlungsverfahren noch kein Ende abzeichne: "Wir sind mitten drinnen", meinte Hauser am Donnerstag auf APA-Anfrage.

In der Steiermark betrieb die Gesellschaft die "Gesundheits- und Pflegeheime" in St. Anna am Aigen, St. Georgen ob Judenburg, Frauental an der Laßnitz, Knittelfeld, Heimschuh, St. Oswald bei Plankenwarth und das Lourdes Marienheim in Unterlamm. In Kärnten zählten das Heim in Grafendorf, in Niederösterreich Maria Lanzendorf und im Burgenland Mönchhof zu der Gruppe. Bis auf das letztgenannte wurden alle von anderen Heimbetreibern übernommen.

apa.at

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