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APA-Artikel 12. August 2015

D: Private Sozialdienste: Pflegereform verbessert Leistungen

Die privaten Sozialdienste sehen die zweite Stufe der Pflegereform unter dem Strich als Fortschritt. "Für die meisten Betroffenen werden die Leistungen verbessert, und sie werden genauer eingruppiert", sagte der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Der Betreiber dreier Pflegeheime in Rheinland-Pfalz und Bayern warnte aber davor, dass Leistungen verlorengehen. "Es darf nicht zu personellen Verkürzungen kommen." In den vergangenen Jahren habe es Verbesserungen für Demenzkranke und zusätzliche Kräfte gegeben, die nun erhalten bleiben müssten.

Die zweite Reformstufe, die das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedete, ermöglicht dementen Patienten den gleichen Zugang zu Pflegeleistungen wie körperlich Behinderten. Die Zahl der Pflegestufen steigt von drei auf fünf. "Die Leistungen im häuslichen Bereich sind durch die Bank höher", sagte der Verbandschef. Das gehe allerdings zulasten des stationären Bereichs in den beiden unteren Pflegestufen. Auch seien bisher psychische Erkrankungen nicht erfasst gewesen. "Das ist ein Fortschritt." Die Eingruppierung in fünf Stufen sei komplexer, aber treffe es genauer als bisher.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen 2017 von 2,05 auf 2,55 Prozent steigen. Meurer hält das für gerechtfertigt: "Man kann nicht gerade sagen, dass die Pflegeversicherung im Geld schwimmt."

apa.at

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