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APA-Artikel 6. August 2015

Diskussion um Gesundheitsreform im Kärntner Landtag

Die Pläne der Kärntner Landesregierung zur Gesundheitsreform haben am Donnerstag für Diskussionen im Kärntner Landtag gesorgt. Während SPÖ und Grüne die Vorhaben von Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) verteidigten, kam Kritik von FPÖ und Team Stronach - sie bekrittelten die Aufwertung des Krankenhauses in Villach und die ihrer Meinung nach zu geringen Einsparungen.

Für den freiheitlichen Klubobmann Christian Leyroutz ist die Reform konzeptlos. "Warum wird das Krankenhaus in Villach aufgewertet? Alle vergleichbaren Bundesländer haben nur ein einziges Schwerpunkt-Krankenhaus." Der Plan sei unter parteipolitischen Gesichtspunkten zustande gekommen. SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser verteidigte den Gesundheits-Strukturplan als "sinnvolle Reform".

Der ÖVP-Abgeordneten Karin Schabus machen die hohen Verluste im Gesundheitsbereich Sorgen. "Es muss zu einer Kostendämpfung kommen." Für Unverständnis sorgen bei Schabus die geplanten Einschnitte im Bezirk Spittal. Barbara Lesjak, Klubobfrau der Grünen, meinte, im Plan seien Ziele wie Standortgarantie und Kostendämpfung klar festgelegt.

Hartmut Prasch vom Team Stronach findet die Bezeichnung "Reform" für die Gesundheitspläne "kühn", die geplanten Einsparungen seien "lächerlich". Die BZÖ-Abgeordnete Johanna Trodt-Limpl kritisierte, dass die Koalition verlautbaren lasse, dass der Strukturplan die besten Maßnahmen für das Gesundheitssystem beinhaltet, während die Gesundheitsbetriebe das anzweifeln würden.

"Wenn man Reformen angeht, hat man immer Kritiker", sagte Prettner. Sie könne sagen, dass die medizinischen Leistungen in Kärnten von höchster Qualität seien und es auch in Zukunft bleiben würden. Das Gesundheitssystem könne man nicht bloß als betriebswirtschaftlichen Wert sehen.

Unterdessen ging der Streit an einer anderen Front der Gesundheitsreferentin in dieser Woche weiter. Die Ärzte der Privatspitäler haben in den vergangenen Tagen Betriebsversammlungen abgehalten. Sie fordern, dass auch sie in den selben Genuss von Lohnerhöhungen kommen, wie ihre Kollegen in den öffentlichen Krankenhäusern - und das Land möge dies finanzieren. Gesundheitsreferentin Prettner ist auf dem Standpunkt, dass das Geld dafür über Einsparungen in den einzelnen Krankenhäusern aufgebracht werden müsse.

apa.at

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