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APA-Artikel 31. Juli 2015

UNIQA-Tochter steigt bei Wiener Privatklinik Goldenes Kreuz ein

Die UNIQA-Tochter PremiQaMed steigt bei der Wiener Privatklinik Goldenes Kreuz ein. Die beiden Verhandlungspartner haben sich auf eine Mehrheitsbeteiligung geeinigt, wie die PremiQaMed-Gruppe am Freitag bekannt gab. Das Goldene Kreuz war im vergangenen Jahr aufgrund von Steuerschulden in finanzielle Schieflage geraten und musste ein Sanierungsverfahren anmelden.

Unter anderem stehen die Sanierung des - vor allem für Geburtenabteilung bekannten - Klinikgebäudes sowie der Ausbau der medizinischen Schwerpunkte auf der Agenda der gemeinsamen "strategischen Partnerschaft". Der genaue Zeitplan für den Einstieg stehe jedoch noch nicht fest, wie eine Sprecherin der PremiQaMed, eine hundertprozentige Tochter der UNIQA, auf APA-Anfrage erklärte. Fix sei jedoch, dass der Trägerverein der Klinik auch weiterhin Mitwirkungsmöglichkeiten haben werde. Es handle sich nicht um eine "Übernahme", wurde betont.

Die Gruppe betreibt in der Bundeshauptstadt bereits die Privatklinik Döbling und die Confraternität-Privatklinik Josefstadt, die Ärztekammer fürchtet daher per Aussendung eine "marktbeherrschende Stellung". Man plane dementsprechend auch eine kartellrechtliche Überprüfung des Deals. Eine derartige Prüfung sei ohnehin vorgeschrieben und bereits angemeldet, meinte die PremiQaMed-Sprecherin. Man sehe ihr jedoch entspannt entgegen - denn auch mit dem Goldenen Kreuz halte die Gruppe unter zehn Prozent des privaten Spitalbettenmarktes.

apa.at

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