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APA-Artikel 27. Juli 2015

Krankenhaus Villach wird um 60 Millionen Euro saniert und erweitert

Im Landeskrankenhaus Villach werden bis 2020 rund 60 Millionen Euro investiert. Damit soll die psychiatrische beziehungsweise neurologische und die geriatrische Versorgung im Oberkärntner Raum verstärkt werden. Das hat der Direktor der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (KABEG), Arnold Gabriel, am Montag bei einer Pressekonferenz angekündigt.

Investitionen seien trotz Sparprogramms möglich, sagte Arnold. Aber man müsse Prioritäten setzen. Eine Analyse habe ergeben, dass genau dieses Projekt als Teil eines Masterplans umgesetzt werden müsse. So werden in den nächsten fünf Jahren die Neonatologie und die Kinder-Intensivstation erneuert und weitere neue Gebäude für die Abteilungen Psychiatrie, Kinder- und Jugendheilkunde sowie die Innere Medizin errichtet und ein 30 Jahre alter Bau saniert. Diese Strukturen brauche man im Rahmen der Umsetzung des "Regionalen Strukturplans Gesundheit" für die überregionale Versorgung im westlichen Teil des Bundeslandes, vor allem im psychiatrischen Bereich, sagte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ).

Im Zuge der baulichen Erweiterungen ist eine Bettenaufstockung in der Psychiatrie von 50 auf 84, in der Neurologie von 53 auf 60, in der geriatrischen Versorgung von 36 auf 54 geplant. Das tageschirurgische und tagesklinische Angebot soll von sechs auf 39 Betten ausgebaut werden. Auf der anderen Seite gibt es - laut Prettner "Redimensionierungen"- in den Bereichen Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin, Kinderheilkunde sowie Unfallchirurgie und Orthopädie. Es sollen in Summe rund 100 Betten weniger werden. Die Kabeg hatte vergangene Woche die Schließung der unfallchirurgischen Ambulanz in der Gailtalklinik Hermagor angekündigt. Die Versorgung in dem Bereich sollte der Aussendung zufolge schrittweise das Landeskrankenhaus Villach übernehmen.

Laut dem kaufmännischen Direktor Wolfgang Deutz erfolgen alle Arbeiten in Villach bei laufendem Betrieb, betroffene Bereiche werden ausgesiedelt. Die "heißeste Phase" werde 2018 bis 2020 sein. In dieser Zeit sollen täglich rund 100 Bauarbeiter auf dem LKH Gelände arbeiten, so Deutz.

apa.at

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