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APA-Artikel 27. Juli 2015

Pflege - Hilfswerk fordert sofortige Einsetzung einer Reformgruppe

Das Hilfswerk appelliert an die Politik, angesichts des bevorstehenden starken Anstiegs des Pflegebedarfs die angelaufenen Finanzausgleichsverhandlungen zu einer großen Pflegereform zu nutzen. Eine Reformgruppe mit Vertretern aller relevanten Stakeholder - Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen, Betroffene und Pflegeorganisationen- sollte in einem Jahr umsetzungsreife Vorschläge erarbeiten.

Hilfswerk-Präsident Othmar Karas hält im Bereich der Finanzierung eine neue Bund-Länder-Vereinbarung für notwendig, mit klarer Aufgabenteilung und österreichweit vergleichbaren Rahmenbedingungen, am besten gemeinsam mit einer Pensionsreform und in Verbindung zur Gesundheitsreform". "Wie bei der Steuerreform kann es nur dann ein gutes Ergebnis geben, wenn die Ziele vorher klar festgelegt sind", meinte Karas am Sonntag in einer Aussendung.

Karas mahnt zur Eile: "Die demografische Atempause in der Pflege ist vorbei. Die österreichische Politik muss sich auf einen dramatischen Anstieg der Anzahl der pflegebedürftigen Menschen einstellen, der 30 Jahre anhalten wird." Das Hilfswerk rechnet pro Jahr mit 10.000 zusätzlichen pflegebedürftigen Menschen. Bei der heutigen Versorgungsstruktur bedeutet dies jedes Jahr 1.500 zusätzliche Heimplätze, jedes Jahr 1.000 zusätzliche Pflegekräfte und jedes Jahr 1.000 zusätzliche Personenbetreuer in der 24-Stunden-Betreuung. "Diese enorme Herausforderung ist nur mit einem nationalen Kraftakt zu schaffen", meinte Karas.

apa.at

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