zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 9. Juli 2015

Linz - Neues Versorgungskonzept bei Herzinfarkt

Die Vorgaben für die Brüder-Schwestern-Spitalspartnerschaft aus der Spitalsreform II werden mit Jahresmitte 2015 umgesetzt sein. So entstehen mit der Zusammenführung von Anästhesie & Intensivmedizin sowie Gynäkologie & Geburtshilfe am Standort Seilerstätte häuserübergreifende Großabteilungen. Auch das Projekt für ein gemeinsames Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist auf Kurs. Mit der Schließung des Herzkatheterlabors am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz mit 3. August 2015 wird nun die letzte Vorgabe umgesetzt. Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit für Patienten mit akutem Herzinfarkt wird durch eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Elisabethinen sichergestellt.

Ziel ist die effiziente Nutzung der dort vorhandenen Coronarangiographie, bei Aufrechterhaltung der hohen Behandlungsqualität für die Patienten. Gemeinsam ist es dem häuserübergreifenden Projektteam der Krankenhäuser der Elisabethinen, Barmherzigen Brüdern und Schwestern gelungen, eine entsprechende Lösung zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu erarbeiten.

Prozess für Aufnahmetage der Barmherzigen Schwestern Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt sicherzustellen, wurde ein Prozess für die Aufnahmetage der Barmherzigen Schwestern aufgesetzt. Künftig werden nach definierten Symptomen katheterpflichtige Patienten vom Notarzt direkt an die Elisabethinen zugewiesen. Ambulante oder stationäre Patienten, für die an der Seilerstätte ein Herzkatheterbedarf diagnostiziert wird, werden ebenfalls dorthin überstellt. Die Projektteams haben nicht nur die spitalsinternen Prozesse der Patientenversorgung, sondern auch die Kommunikation mit den relevanten Partnern wie den Rettungsorganisationen definiert. Notärzte, Praktische Ärzte und Rettungspersonal erhalten genaue Informationen, anhand welcher Symptome Patienten künftig direkt zu den Elisabethinen zu bringen sind und welche Diagnosen weiterhin bei den Barmherzigen Schwestern behandelt werden.

Wie viele Patienten sind betroffen? Quantitativ betrachtet sind akute Herzkatheterindikationen glücklicherweise in der Gesamtzahl der Notfall-Patienten eine kleine Gruppe. Jährlich rund 35.000 ambulanten Aufnahmen in der Brüder-Schwestern-Notfallaufnahme standen bisher rund 200 akute Herzkatheter-Patienten gegenüber. Dazu kommen noch etwa 300 subakute Fälle, die innerhalb von 24-72 Stunden einem Katheterlabor zugeführt werden sollen. Rund 800 elektive, d.h. nicht zeitkritische Patienten, bei denen nach Terminvereinbarung Untersuchungen und Behandlungen vorgenommen werden, sind von der Akutversorgung nicht betroffen. Pro Tag sind es damit etwa 3 bis 4, davon 1 bis 2 akute Fälle, die künftig zusätzlich bei den Elisabethinen versorgt werden. Mit dem AKH steht in Linz darüber hinaus noch ein zweites Krankenhaus mit einem Herzkatheterlabor zur Verfügung. Sämtliche anderen kardiologischen Behandlungen werden unverändert in der Kardiologie der Barmherzigen Schwestern angeboten.

Erweitertes Profil für die Kardiologie am KH der Barmherzigen Schwestern Linz Durch den Wegfall der interventionellen Kardiologie verändert sich das Leistungsspektrum der bestehenden Abteilung Interne II. Um das internistische Angebot für den Standort zukunftsorientiert aufzusetzen, wird ein neuer innovativer Schwerpunkt "Altersmedizin" geschaffen. Damit trägt das Spital der demographischen Entwicklung in der Bevölkerung und dem damit verbundenen veränderten Versorgungsbedarf Rechnung. Die neue Abteilung heißt künftig "Interne II - Altersmedizin, Kardiologie & Notfallversorgung, Schmerzmedizin".

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2975/aom

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben