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APA-Artikel 7. Juli 2015

Hitze - Bis zu 20 Prozent mehr Rettungseinsätze in Wien

Die Hitze der vergangenen Tage hat die Rettungskräfte in Wien ins Schwitzen gebracht. Die Wiener Rettung verzeichnete bis zu 20 Prozent mehr Einsätze, die auf hitzebedingte Krankheiten zurückzuführen seien, sagte der stellvertretende Chefarzt Franz Mikulcik auf Anfrage der APA. Auch beim Samariterbund spricht man von einem Plus von 15 Prozent. Zudem stieg der Wasserverbrauch zuletzt merkbar an.

Kreislaufkollaps und Dehydrierung bei älteren Menschen gehörten zu den häufigsten Erscheinungen an Hundstagen, so Mikulcik. Eine genaue Zahl der damit verbundenen Einsätze könne er seriöserweise aber nicht nennen, da man Hitze kaum als eindeutige Ursache einer Krankheit ausmachen könne. Mikulcik betonte außerdem, dass die Wiener Rettung in den vergangenen Tagen unterm Strich nicht öfter habe ausrücken müssen. Denn viele Menschen seien urlaubsbedingt nicht in der Stadt.

Um sich vor negativen Folgen der Sonne zu schützen, heißt es u.a. viel trinken. Womöglich auch deshalb hat sich der Wiener Wasserverbrauch in den vergangenen Tagen deutlich gesteigert: Kamen die Wiener am Freitag noch mit 430.000 Kubikmetern Wasser aus, lag der Verbrauch am gestrigen Montag schon bei 503.000 Kubikmetern, wie Wiener Wasser auf APA-Anfrage mitteilte. Für den Dienstag erwarte man noch einmal Rekordwerte, wie eine Sprecherin erklärte. Die Stadt verfüge aber über genügend Reserven, um auch solche Spitzen abdecken zu können.

Wie viel Wasser aus den Leitungen kommt, hänge aber nicht nur von der Temperatur ab: In den Ferien brauchen die Bewohner der Bundeshauptstadt grundsätzlich weniger Wasser als während der Schulzeit, auch am Wochenende sinken die Zahlen. Der durchschnittliche Wasserverbrauch - übers Jahr gerechnet - liegt bei 380.000 Kubikmetern pro Tag, an einem durchschnittlichen Sommertag zapfen die Wiener 430.000 bis 500.000 Kubikmeter Wasser aus den Reservoirs.

Aber nicht nur daheim kann man seinen Durst stillen: 900 Trinkbrunnen sorgen über die ganze Stadt verteilt für flüssige Versorgung. Neben den fixen Brunnen gibt es auch mobile Varianten: Die drei Meter hohen Stahlsäulen wurden ursprünglich für die Fanzonen der Fußball-Europameisterschaft konzipiert, jetzt kommen sie an viel frequentierten Standorten zum Einsatz - derzeit u.a. auf der Mariahilfer Straße.

apa.at

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