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APA-Artikel 7. Juli 2015

Neue Schulter-OP: Ein Ballon sorgt für mehr Bewegung

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an der Schulter: Die Indikation "Rotatoren-manschetten-Ruptur" ist im höheren Alter recht häufig. Orthopäden sprechen dann von dieser Indikation, wenn ein oder mehrere Muskeln oder Sehnen im Areal der "Rotatorenmanschette" gerissen sind. Dadurch können Betroffene beispielsweise mit der Schulter keine kreisförmigen Bewegungen mehr durchführen. Meist hilft hier der Einsatz einer "Inversen Schulterprothese".

Im Orthopädischen Spital Speising in Wien wird nun jedoch eine völlig innovative Behandlungsmethode für derartige Fälle angewandt, durch die der Einsatz einer Schulterprothese verhindert werden kann. Oberarzt Dr. Ulrich Lanz, leitender Schulter-Experte in Speising, erläutert diese neue Behandlungsart, die österreichweit erstmals in Speising zum Zug kam, so:

"Bei der neuen Methode wird durch einen minimalinvasiven Zugang - so zu sagen als "Puffer - ein Ballon zwischen dem Schulterkopf und dem Schulterdach eingeführt und mit Wasser aufgeblasen. Dadurch wird die freie, geschmeidige Bewegung des Schultergelenkes wieder hergestellt. Der Ballon löst sich zwar nach 12 Monaten wieder von alleine auf, es bleibt jedoch auf Dauer ein fünf Millimeter dickes Narbenkissen bestehen, das für die freie Beweglichkeit des Gelenkes sorgt".

Vorteile für den Patienten sind eine kurze, unkomplizierte Operation - sie dauert etwa 20 Minuten - und eine sehr schnelle Rehabilitation: Die Patienten können bereits unmittelbar nach dem Eingriff ihr Schultergelenk vollends bewegen.

Die Erfolgsrate der neuen Methode ist laut Schulterexperte Lanz sehr hoch; rund 20 Patienten wurden bislang in Speising mit dem Schulterballon erfolgreich versorgt. Zwar können nicht alle Arten von Rissen in der Rotatorenmanschette mit der Ballonmethode behandelt werden, doch ist diese in ausgewählten Fällen eine sehr gute Alternative.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1792/aom

apa.at

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