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APA-Artikel 6. Juli 2015

Med-Uni Graz und KAGes verlängern gemeinsame Verwaltung

Nach intensiven Verhandlungen haben die Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes den seit fünf Jahren bestehenden Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Verwaltung bis zum Jahr 2020 verlängert. Am Montag haben die Kooperationspartner Details zu den nunmehr geplanten strukturelle Veränderungen bekannt gegeben.

"Mit der Erneuerung des Kooperationsvertrages haben wir das Fundament gelegt, um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein", betonten KAGes-Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg und Rektor Josef Smolle von der Medizinischen Universität Graz in einer gemeinsamen Aussendung am Montag. Der Vertrag wurde - durch einen gegenseitigen Kündigungsverzicht - bis zum Ende des Jahre 2020 verlängert.

Die beiden Kooperationspartner sprachen von "Optimierungen und Anpassungen innerhalb der Klinkorganisation". Dahinter verbergen sich etliche Zusammenlegungen einzelner Universitätskliniken und Abteilungen: So werden die Unikliniken für Orthopädie und orthopädische Chirurgie mit der Unfallchirurgie in Zukunft als gemeinsame Klinik geführt. Die Uniklinik für Psychologie und Psychotherapie wird in die Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin integriert.

Die In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) an der Uniklinik für Frauenheilkunde wird stillgelegt. Die klinischen Abteilungen für Angiologie und Kardiologie werden zu einem "Herz-Gefäß-Zentrum" zusammengeführt. Gemeinsam werden künftig auch die Abteilungen für Onkologie und Hämatologie geführt und die pädiatrischen Abteilungen für Kardiologie, Pulmologie und Allergologie werden in die Abteilung für Allgemeine Pädiatrie eingegliedert.

Ebenso wird die Abteilung für Transplantationschirurgie mit der Allgemeinchirurgie zusammengelegt werden. In den zusammengelegten oder in die Klinik integrierten Bereichen "bleiben Krankenversorgung, Forschung und Lehre in vollem Umfang erhalten", betonte Gernot Brunner, der ärztliche Direktor des LKH-Uniklinikum Graz.

Von weiteren strukturellen Veränderungen ist laut Aussendung auch der Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie betroffen: Hier wird eine verstärkte Kooperation mit dem LKH Süd-West - der Zusammenschluss aus der früheren Landesnervenklinik Sigmund Freud und dem LKH West - angestrebt. Im Bereich der Uniklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin werde ein neues Personalberechnungsmodell erstellt. An der Uniklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde seien die Selbstzahlerleistungen zu forcieren.

Zwischen der Med-Uni Graz und der KAGes wurde im Jahr 2010/11 österreichweit erstmals ein Kooperationsvertrag geschlossen, der nicht nur den monetären Geldfluss (Klinischer Mehraufwand KMA u.a.) sondern auch die Personalstellung bzw. die Infrastrukturfragen (LKH 2000 & 2020) gemeinschaftlich regelt.

apa.at

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