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APA-Artikel 3. Juli 2015

CH: Neuenburg soll langfristig nur noch ein Spital haben

Die Neuenburger Spitäler (HNE) wollen die Spitzenmedizin in Neuenburg konzentrieren, im höher gelegenen La Chaux-de-Fonds soll die Rehabilitation der Patienten stattfinden. Langfristig soll es nur noch ein Spital geben.

Die Verwaltung der Neuenburger Spitäler hat am Donnerstag einen Bericht zur Spitalplanung 2015-2022 der Öffentlichkeit vorgestellt und dem Neuenburger Regierungsrat weitergeleitet. Dieser wird sich später dazu äussern. Im Kanton Neuenburg ist seit mehreren Monaten ein Streit über die künftige Spitalplanung im Gang.

Insbesondere der obere Kantonsteil fühlt sich von der Regierung und der Direktion der Neuenburger Spitäler hintergangen, weil die Investitionen für das Spital in La Chaux-de-Fonds suspendiert wurden, obwohl das Neuenburger Stimmvolk diesen im November 2013 mit einem Ja-Anteil von 63 Prozent zugestimmt hatte.

Gemäss dem neuen Strategiebericht der HNE, der vermutlich auch im Kantonsparlament noch zu reden geben wird, soll die ambulante und stationäre Medizin im Spital in Neuenburg zusammengefasst werden. Dieser heimliche Hauptsitz soll zudem einen Notfall im 24-Stunden-Betrieb sowie eine ambulante Polyklinik aufweisen.

Parallel dazu möchten die HNE die Rehabilitation und die weitere medizinische Behandlung der Patienten in der Neuenburger Bergluft fortsetzen. An diesem Ort soll es ebenfalls einen 24/24 Stunden Notfallservice sowie eine ambulante Polyklinik geben.

Dieses Szenario bedingt laut der geschäftsführenden Direktion der HNE allerdings einen Neubau. Das aktuelle Spital der Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds verfügt in ihren Augen nicht über eine geeignete Architektur für Rehabilitations-Patienten. Der Neubau soll 170 statt wie bisher 105 Spitalbetten zählen. Die Kosten wurden noch nicht genannt.

Die Spezialisierung der Neuenburger Spitäler wird von den HNE schon seit mehreren Jahren favorisiert, wie die Verwaltungsratspräsidentin der HNE, Pauline de Vos Bolay, vor den Medien ausführte. Diese Strategie sei sowohl aus medizinischer als auch aus finanzieller Sicht wünschenswert. Denn sie erlaube ein höheres medizinisches Niveau und könnte auch die Flucht der Patienten in Spitäler ausserhalb des Kantons so gut wie möglich stoppen.

Die Idealvision der HNE ist allerdings die Konzentration aller medizinischen Leistungen in einem einzigen Spital im Kantonshauptort Neuenburg. Dies wäre innerhalb von 20 bis 30 Jahren machbar. "Früher oder später bleibt dies unser Ziel", unterstrich des Vos Bolay.

apa.at

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