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APA-Artikel 1. Juli 2015

Krankenhaus Hallein wird Teil der Salzburger Landeskliniken

Das Krankenhaus Hallein soll Teil der Salzburger Landeskliniken (SALK) werden. Damit soll das Spital als Standard-Krankenhaus erhalten und die regionale medizinische Basisversorgen für die Zukunft abgesichert werden, teilte Spitals- und Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) am Dienstagnachmittag mit. Vollzogen werden soll der Schritt mit 1. Jänner 2017.

"Die ständig steigenden Ausbildungserfordernisse und Qualitätsanforderungen werden zu immer größeren und unüberwindbaren Hürden für die Spitäler. Vor allem die kleineren Krankenhäuser können diese Anforderungen oft nur noch im Verbund erfüllen", so Stöckl. Dazu käme noch der Ärztemangel. Kleine Häuser könnten die Vorgaben kaum noch bewältigen, etwa das Erreichen der erforderlichen Mindest-Operations-Zahlen. Und zu all diesen medizinischen Herausforderungen komme der ökonomische Druck auf die Rechtsträger, der ständig steigt. Laut "Salzburger Nachrichten" (online) betrug der Abgang des Halleiner Spitals im Vorjahr 1,2 Millionen Euro. Für das laufende Jahr wird ein Minus von 1,3 bis 1,5 Millionen Euro erwartet. Noch nicht vollständig berücksichtigt sind dabei die Gehaltsreform der Ärzte, die höhere Kosten verursacht. Mit der Eingliederung können Ressourcen gebündelt und die medizinische Basisversorgung aufrechterhalten werden, so Stöckl.

Am Freitag wird Stöckl gemeinsam mit dem Halleiner Bürgermeister Gerhard Anzengruber (ÖVP) und der Spitals-Leitung die Mitarbeiter über die Pläne informieren. "Wir sehen im beabsichtigten Weg der Umstrukturierung die einzige Möglichkeit, das Krankenhaus in Hallein und die Arbeitsplätze abzusichern. Wir werden ein Konzept für die rechtlichen Grundlagen ausarbeiten, wobei jetzt schon betont werden darf, dass es in den Rechten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Veränderungen geben wird. Sie werden weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft sein", betonte Stöckl.

apa.at

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