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APA-Artikel 30. Juni 2015

Ärztegehälter: Gehaltsanpassungen für Mitarbeiter der Med-Uni Graz

An der Medizinischen Universität Graz wurde mit den Med-Uni-Ärzten eine Einigung in der hitzig diskutierten Frage der Gehaltsanpassungen - die durch die Ärztearbeitszeitengesetz-Novelle notwendig wurde - erzielt. Die klinisch tätigen Med-Uni-Mitarbeiter erhalten für 2015 eine Einmalzahlung, und von 2016 bis 2020 eine durchschnittliche Gehaltsanpassung von 20 Prozent, wie die Med-Uni mitteilte.

Mit dem neuen Ärztearbeitszeitgesetz, das die maximale Wochenarbeitszeit von 60 auf 48 Stunden verringert, war an der Grazer Med-Uni ein neues Gehalts- und Arbeitszeitmodell notwendig geworden - erschwert durch unterschiedliche Berufsgruppen an der Med-Uni. Die Ärzte der steirischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) hatten bereits seit Jänner Regelungen mit ihrem Arbeitgeber rund um das neue Arbeitszeitgesetz getroffen. Ende März wurde zwar vorerst eine Einigung mit den Mitarbeitern der Medizinischen Universität Graz erzielt, die aber Ende April schon wieder platzte, weil sie vom Unirat nicht akzeptiert wurde.

In der Zwischenzeit wurde die Betriebsvereinbarung in eine Einzelvereinbarung mit jedem klinisch tätigen Med-Uni-Mitarbeiter umgewandelt, und am Dienstag den wissenschaftlichen Mitarbeitern präsentiert. Sie haben künftig über die sogenannte "KA-AZG-Zulage" eine durchschnittlich rund 20-prozentige Gehaltserhöhung zu erwarten. Die Abdeckung des finanzielle Mehraufwandes durch das Wissenschaftsministerium sei bis 2020 gesichert.

"Intensive Verhandlungen mit der KAGes und dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung versetzen uns in die Lage, den wissenschaftlichen Mitarbeitern eine an das ortsübliche Niveau angepasste Entlohnung zu gewährleisten", teilte Rektor Josef Smolle mit. Die konkrete Höhe des Mehraufwandes wollte man nicht nennen, es handle sich jedenfalls um "mehrere Millionen jährlich", so Gerald Auer von der Pressestelle der Med-uni Graz auf Anfrage der APA. Das Entlohnungs- und Arbeitszeitenpaket gilt für die rund 550 klinisch tätigen Mitarbeiter der Med-Uni Graz, für den vorklinischen Bereich (rund 350 Mitarbeiter) seien die Gespräche noch nicht abgeschlossen, führte Auer aus.

Am Dienstag wurden auch weitere Details zum Angebot an die Med-Uni-Ärzte bekannt: So wird die Entlohnung des Samstagdienstes an jene des Sonntagdienstes angepasst und die Rufbereitschafts-Stundenpauschale auf das Doppelte angehoben. Die Reduktion der Arbeitsstunden pro Journaldienst (verlängerte Dienstzeit am Wochenende oder der sogenannte Nachtdienst) auf 25 Stunden (minus 8 Stunden) erfolgt bei vollem Lohnausgleich. Weiters werde es eine Zulage für Ausbildungs- bzw. Funktionsoberärzte geben. Um die Attraktivität der Med-Uni-Graz als internationalen Forschungsstandort zu erhöhen, werde zudem eine aus Drittmitteln finanzierte Forschungsprämie ausgeschüttet werden, schloss Smolle.

apa.at

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